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Offenheit für Energiesparideen und -konzepte wächst

DIHK lobt die Effekte von Netzwerken
Mehrere Strommasten stehen in einer Reihe

Steigende Strompreise machen deutschen Unternehmen zu schaffen

© Getty Images / yangphoto / E+

Häufig entwickeln Unternehmen, die sich in Netzwerken mit dem Thema Energieeffizienz befassen, große Begeisterung – das beobachtet Mark Becker, Referatsleiter Betriebliches Energiemanagement beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

Die deutschen Strompreise für den Mittelstand sind die höchsten in Europa. Allein zum Jahreswechsel sind sie um mehr als elf Prozent gestiegen. Energieeffizienz wird daher immer wichtiger.

Wenn die Betriebe einmal damit begonnen hätten, konkrete Einsparideen zu entwickeln und umzusetzen, entwickle dies "oft eine Eigendynamik", berichtete DIHK-Energieexperte Becker der "Wirtschaftswoche".

Becker koordiniert beim DIHK die bundesweite Initiative "Energieeffizienz-Netzwerke" von Bundesregierung und Wirtschaftsverbänden. Die Idee: Etwa 8 bis 15 Mittelständler und Konzerne tun sich zu regionalen oder branchenspezifischen Netzwerken zusammen, um Klimaschutz-Lösungen gemeinsam effektiver umzusetzen. Dabei gehe es darum, "Vorbehalte und Hürden für solche Projekte abzubauen und die Unternehmer dazu zu bringen, offener zu sein für Energiesparideen und -konzepte", erläuterte Becker.

Die Umsetzung von Energieeffizienz-Projekten erfolge in drei Schritten: Am Anfang stehe ein Audit mit einem Berater, in dem konkrete Maßnahmen, Wirtschaftlichkeitszahlen, Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten besprochen würden. Dann werde ein Verantwortlicher im Betrieb benannt. Besonders viel bringe schließlich der Austausch innerhalb der Netzwerke.

"Jeder wirft zunächst zwei, drei Maßnahmen aus dem eigenen Unternehmen auf den Tisch", erklärte der DIHK-Energieexperte. Die Betriebe setzten sich individuelle Ziele, die sie innerhalb von zwei oder drei Jahren erreichen wollten. Daraus werde ein gemeinsames Netzwerkziel. "Da entsteht schon auch ein gewisser Gruppendruck, ein Konkurrenzgedanke: Wer schafft mehr? Wer hat eine richtig tolle Idee, die wirklich etwas bringt?", so Becker.

Initiative EnergieeffizienznetzwerkeDass das Konzept funktioniert, belegt die gute Resonanz: Schon mehr als 2.000 Unternehmen beteiligen sich an Energieeffizienz-Netzwerken.

Alle Infos gibt es unter der Adresse www.effizienznetzwerke.org.