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Erholung des Außenhandels bleibt "insgesamt enttäuschend"

Treier: Einschränkungen bei Geschäftsreisen ein großer Hemmschuh
Containerschiff im Hafen

Weniger Betrieb als sonst herscht derzeit in vielen Häfen

© AvigatorPhotographer / iStock / Getty Images Plus

"Die Exporte kriechen nur mühsam aus dem Pandemie-Tal", kommentiert Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die heute von Destatis veröffentlichten Juli-Zahlen. Die leichte Belebung gegenüber dem Vormonat sei vor allem krisenbedingten Nachholeffekten zu verdanken.

Insgesamt bleibe die Erholung des Außenhandels aber enttäuschend, so Treier. "Ein großer Hemmschuh für ein Wiederanspringen des internationalen Handels sind die Einschränkungen bei Geschäftsreisen, so dass zahlreiche Geschäfte oder Investitionen vor Ort nicht abgeschlossen werden können."

Auch für das kommende Jahr bezeichnet der DIHK-Außenwirtschaftschef die Aussichten aufgrund der weltweit abgesackten Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern als "trübe". Während sich die chinesische Konjunktur mittlerweile zwar wieder erholt habe, verharrten die Geschäftsmöglichkeiten der deutschen Unternehmen in der EU, mit dem Vereinigten Königreich und insbesondere mit den USA noch mindestens für die nächsten Monate auf bescheidenem Niveau.

"Zusätzlich gehen die internationalen Lieferbeziehungen aufgrund ungelöster Handelskonflikte und womöglich einem Brexit ohne Handelsabkommen schwierigen Zeiten entgegen", prognostiziert Treier. Umso wichtiger seien gute Rahmenbedingungen hierzulande, die unnötige Belastungen für die Unternehmen vermeiden.

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Porträtfoto Kevin Heidenreich, Referatsleiter Grundsatzfragen der Außenwirtschaft und Entwicklungspolitik
Kevin Heidenreich Referatsleiter Grundsatzfragen der Außenwirtschaft und Entwicklungspolitik

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst