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Erster Platz im Auslandsschulwettbewerb geht nach Kolumbien

Schulen meistern Krise mit Kreativität und digitalem Lernen
Multiethnische Gruppe junger Menschen springt auf einer Wiese in die Höhe

Die Auslandsschulen bieten vielen jungen Menschen ein Sprungbrett in die Zukunft

© FatCamera / iStock / Getty Images Plus

Die weltweit 140 deutschen Auslandsschulen mit ihren 82.000 Schülern bewältigen die zeitweiligen Schulschließungen während der Corona-Krise mit Energie und Kreativität. Wie engagiert sie auch auf Feldern wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Berufsbildung sind, zeigt der Auslandsschulwettbewerb der IHK-Organisation.

Bereits zum siebten Mal wird die wertvolle Arbeit dieser Schulen im Rahmen des Wettbewerbs gewürdigt – auch wenn die für den 5. Mai vorgesehene Preisverleihung im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden kann. 

"Für unsere Unternehmen sind die deutschen Auslandsschulen in ihrer Rolle als Türöffner und Visitenkarte Deutschlands auf Auslandsmärkten unverzichtbar", lobt Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. "Sie bilden die erforderliche Bildungsinfrastruktur bei der notwendigen Wiederbelebung der deutschen Exporte und Auslandsgeschäfte in die ganze Welt." Dies sei "eine wichtige Voraussetzung, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bewältigen zu können", so Schweitzer. 

Mit digitalen und innovativen Konzepten gegen Corona

Viele Schulen profitieren in der Pandemie von ihren Erfahrungen mit dem digitalen Lernen und der Nutzung innovativer Lernkonzepte sowie -methoden. An einigen Schulorten konnte bereits im April der Unterrichtsbetrieb zumindest teilweise wieder aufgenommen werden – etwa an den Deutschen Schulen in Taipei, Peking, Shanghai, Kopenhagen und Oslo.

Der unter der Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Heiko Maas stehende Auslandsschulwettbewerb zeigt auch in der aktuellen Runde die besondere Qualität dieser Schulen sowie die große Vernetzungskraft vor Ort, die sich nicht zuletzt in einer engen Zusammenarbeit mit dem weltweiten Netzwerk der deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) niederschlagen. 

Ausgezeichnete Konzepte (nicht nur) in Kolumbien, Singapur und Ecuador

Die 45 eingereichten Beiträge spiegeln eine große thematische und methodische Bandbreite der schulischen Aktivitäten wider. Als Preisträger wählte die Wettbewerbsjury folgende Preisträger aus: 

  • Der 1. Platz und ein Preisgeld von 60.000 Euro gehen an die Deutsche Schule Bogotá, Kolumbien, für ihr groß angelegtes Umweltprojekt "Zukunft heute. Ökologisch, gesund, nachhaltig." Schüler, Eltern, Lehrerschaft und Vorstand führen über einen Zeitraum von drei Jahren gemeinsam zahlreiche Umweltaktionen durch, um eine grüne und nachhaltige Schule zu werden. Die Schule hat damit frühzeitig eine eigene Antwort auf die Bewegung "Fridays for Future" gefunden, womit sie eine Vorbildfunktion nicht nur für das deutsche Auslandsschulnetz übernimmt.
  • Den 2. Platz und ein Preisgeld von 40.000 Euro erhält die Deutsche Europäische Schule Singapur mit ihrem digitalen Lernprojekt "Auf digitalen Spuren". Darin lernen die Schüler, sich über Projektarbeit und eigenständige Recherchen zum Thema "digital citizenship" reflektiert, sicher und verantwortungsvoll in der digitalen Welt zu bewegen. Sie erwerben nicht nur Medienkompetenz, sondern werden auch für die Vor- und Nachteile beim Einsatz und im Umgang mit digitalen Medien sensibilisiert.
  • Der 3. Platz und ein Preisgeld von 20.000 Euro gehen an die Deutsche Schule Guayaquil, Ecuador, für ihr Pilotprojekt eines beruflichen Ausbildungsangebots bereits auf Schulebene. Dazu hat die Schule in enger Kooperation mit der AHK und Unternehmen ein für Ecuador neuartiges betriebliches Ausbildungskonzept nach deutschem Modell geschaffen. Es hat das Potenzial, sich zusätzlich oder alternativ zu vorhandenen Auslandsschulangeboten im berufsbildenden Bereich auch in anderen Ländern zu etablieren.
  • Die Deutsche Schule Peking erhält für ihr soziales Begegnungsprojekt "Candlelight" mit einer bedürftigen chinesischen Schule für die Kinder von Wanderarbeitnehmern einen mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis
  • Zusätzlich werden die Deutschen Schulen in Alexandria (Ägypten), Baja (Ungarn), Bratislava (Slowakei), Lima (Peru), Oslo (Norwegen) und São Paulo (Brasilien) mit einem Exzellenzpreis in Höhe von jeweils 1.000 Euro ausgezeichnet.

Mehr Details über die Gewinnerprojekte finden Sie hier.

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Barbara Fabian Referatsleiterin EU-Bildungspolitik

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Dr. Christian Jekat Pressesprecher