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EU-Freihandelsabkommen leicht gemacht

DIHK sieht Europäische Union mit neuem Ursprungs-Tool auf dem richtigen Weg
Zollmitarbeiter am Hafen

Freihandelsabkommen können die Zollabwicklung erleichtern – man muss sie "nur" umsetzen

© Yuri_Arcurs / E+ / Getty Images

Ab sofort können Unternehmen deutlich einfacher ermitteln, ob sie im Rahmen von EU-Handelsabkommen von Zollsenkungen oder gar -befreiungen profitieren können. Darauf macht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) aufmerksam.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Zollerleichterungen ist die Einhaltung bestimmter Ursprungsregeln. Doch welche Regeln gelten für welche Produkte und für welches Land? Das neue Online-Ursprungstool "Rosa" (Rules of Origin Self-Assessment), das die EU-Kommission am 13. Oktober freigeschaltet halt, verspricht die Möglichkeit, das kostenlos und einfach zu ermitteln.

Der interaktive Leitfaden bietet raschen Zugriff auf die relevanten Ursprungsregeln, Erläuterungen, Checklisten, Beispiele und vieles mehr. Er ist in das neue EU-Handelsportal "Access2Markets" (trade.ec.europa.eu/access-to-markets) integriert, das den Betrieben die Anwendung der Abkommen erleichtern soll.

Ohne Umsetzung kein Erfolg

Der DIHK hat gemeinsam mit dem europäischen Kammerdachverband Eurochambres diese vor allem für kleine und mittelgroße Unternehmen wichtige Initiative seit Langem unterstützt.

Denn: "Damit Handelsabkommen Erfolg haben, ist ihre Umsetzung entscheidend", stellt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier klar. Bislang sei hier aber noch deutlich Luft nach oben. "Gerade die oft komplexen Regeln und Dokumentationspflichten halten bisher viele Unternehmen davon ab, ihnen zustehende Handelspräferenzen zu nutzen", so Treier.

Mehr über "Rosa" erfahren Sie auf der Website der EU-Kommission. Zu Access2Markets gibt es dort auch ein Einführungsvideo.

Hintergrundinformationen zum Thema liefert zudem das
DIHK-Ideenpapier für moderne Handelsabkommen (PDF, 354 KB)

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Mann im Haus der Deutschen Wirtschaft
Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen

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Steffen Behm Referatsleiter Zoll

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Franziska Stavenhagen Pressesprecherin