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EU-Japan-Abkommen ein "handelspolitischer Erfolg"

DIHK hebt auch die symbolische Bedeutung des Vertrages hervor
EU- und Japan-Flagge

Enge Beziehungen: Anfang 2019 sind die EU und Japan näher aneinanandergerückt

© batak1 / iStock / Getty Image Plus

Am 1. Februar 2019 ist das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan in Kraft getreten. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zieht eine positive Bilanz des ersten Jahres.

"Das EU-Japan Abkommen ist für die deutsche Wirtschaft ein handelspolitischer Erfolg", resümiert DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. "Es stärkt die wirtschaftliche Vernetzung Europas mit Asien – eine Region, die aufgrund ihres überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums für unsere Unternehmen ein enormes Potenzial bietet."

So seien – auch in Folge der Handelserleichterungen durch das Abkommen – die deutschen Exporte nach Japan von Januar bis November 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent gestiegen. Die weltweiten Exporte deutscher Unternehmen hätten dagegen nur um knapp 1 Prozent zugenommen.

"Neben der ökonomischen ist aber die symbolische Bedeutung des Abkommens mit der weltweit drittstärksten Wirtschaftsmacht wichtig", so Treier weiter. Die beiden großen Wirtschaftsräume sendeten "mit ihrem Abkommen ein deutliches Zeichen für regelbasierten Handel und fairen Wettbewerb – und damit auch gegen Importbeschränkungen". Denn bereits jetzt belasteten die "fast schon täglich zunehmenden Handelsschranken in vielen Märkten" die international agierenden deutschen Unternehmen.

Hier einige Zahlen zum Warenverkehr ...

... Deutschland – Japan:

  • Japan ist der zweitwichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands im asiatischen Raum. Schätzungsweise 450 deutsche Unternehmen sind in Japan tätig; der Bestand deutscher Direktinvestitionen vor Ort belief sich 2017 auf 14,8 Milliarden Euro.
  • Die deutschen Exporte nach Japan lagen 2018 bei 20,4 Milliarden Euro (plus 4,6 Prozent gegenüber 2017); die deutschen Importe aus Japan summierten sich gleichzeitig auf 23,7 Milliarden Euro (+ 3,3 Prozent gegenüber 2017).

... EU – Japan:

  • Mehr als 600.000 Arbeitsplätze in der EU hängen mit Exporten nach Japan zusammen; japanische Unternehmen beschäftigen in der EU mehr als eine halbe Million Menschen.
  • Japan ist nach China der zweitwichtigste Handelspartner der EU in Asien. Die Unternehmen der Europäischen Union exportieren jedes Jahr Waren im Wert von über 65 Milliarden Euro und Dienstleistungen im Wert von über 28 Milliarden Euro nach Japan.
  • Und: Japan ist zwar weltweit der drittgrößte Verbrauchermarkt, jedoch nur der siebtgrößte Exportmarkt für Europa. Mit dem EU-Japan-Abkommen können die Unternehmen nun leichter Waren nach Japan ausführen.

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Mann im Haus der Deutschen Wirtschaft
Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen

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Porträtfoto Thomas Renner
Thomas Renner Pressesprecher | Leiter des Presseteams