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EU-Mercosur-Abkommen "ein wichtiger Schritt"

DIHK sieht viele Chancen in dem Vertragswerk
Blick auf Buenos Aires, die Hauptstadt Argentiniens

Buenos Aires: Wichtiges Handelszentrum Südamerikas und Hauptstadt des Mercosur-Staats Argentinien

© martineznotte / iStock / Getty Images Plus

In der aktuellen Debatte um das Freihandelsabkommen der EU mit dem Mercosur weist der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auf die Chancen hin, die eine Ratifizierung birgt – auch für das Thema Nachhaltigkeit.

Mit ihrem Handelsabkommen wollen die EU und die vier Mercosur-Länder Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay die größte Freihandelszone der Welt aufbauen. Doch die eigentlich für Sommer 2020 vorgesehene Ratifizierung stockt. Ein Grund hierfür ist auch die Debatte in der EU über die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes. Frankreich hat bereits ein Veto angekündigt.

Dagegen bewertet der DIHK das Abkommen mit dem südamerikanischen Staatenbündnis  als "einen wichtigen Schritt für eine bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den großen Märkten", wie DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier betont. Zudem könne das Abkommen "gerade für die aktuelle Krisenbewältigung dringend benötigte wirtschaftliche Impulse aussenden".

Lieferketten stärken, bessere Standards erreichen

Die Betriebe benötigten "internationale Zusammenarbeit statt nationaler Alleingänge", mahnt Treier. "Das Freihandelsabkommen kann effektiv dazu beitragen, Lieferketten robuster und diversifizierter aufzustellen."

Es bietet auch Chancen, in Umweltfragen gemeinsam voranzukommen: "Wir könnten ein wirksames Instrument erhalten, um dauerhaft auf bessere Sozial- und Umweltstandards in den Mercosur-Staaten hinzuwirken", betont der DIHK-Außenwirtschaftschef.

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