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EU-Mittelstandsstrategie sollte mehr KMU-Freundlichkeit bringen

DIHK wünscht sich hochrangigen Beauftragten
EU-Flaggen vor EU

Kommt aus Brüssel nun Rückenwind für KMU?

© Getty Images / FrankyDeMeyer / E+

Am 10. März möchte die Europäische Kommission die neue EU-Mittelstandsstrategie vorstellen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hofft auf greifbare Erleichterungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

"Weniger Bürokratie, mittelstandsfreundliche Finanzierung, Unterstützung bei Digitalisierung und Fachkräftesicherung – dies sollten die Pfeiler für eine tragfähige europäische Mittelstandsstrategie sein", fasst Ilja Nothnagel, Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung, die Wünsche der Wirtschaft zusammen. "Das bestätigen uns die Unternehmen regelmäßig bei DIHK-Umfragen und Gesprächen."

Der Mittelstand sei besonders durch bürokratische Lasten und Hürden im Binnenmarkt betroffen. "Damit er sein wirtschaftliches Potenzial ausschöpfen kann, sollte die europäische KMU-Strategie über reine Bekenntnisse zur Bedeutung von KMU hinausgehen und greifbare Erleichterungen für KMU bringen", mahnt Nothnagel.

Dazu zählten auch durchgreifender Bürokratieabbau und eine konsequentere Durchführung des "KMU-Tests", also der Vorabüberprüfung von Regulierungen auf ihre Mittelstandsfreundlichkeit hin. Auch bei den Freihandelsabkommen sollte die EU laut Nothnagel immer im Blick behalten, dass kleine und mittlere Unternehmen sie auch nutzen könnten.

Ein "klares Signal, dass die Belange von KMU innerhalb der EU-Kommission ernst genommen werden" wäre nach seiner Einschätzung ein hochrangiger Beauftragter für KMU-Politik, wobei er oder sie in der Lage sein müssten, die Belange kleiner und mittlerer Unternehmen ressortübergreifend wirksam durchzusetzen.

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Porträtfoto Ilja Nothnagel
Dr. Ilja Nothnagel Mitglied der Hauptgeschäftsführung

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Franziska Stavenhagen Pressesprecherin