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Europa beweist Gemeinsamkeit

DIHK bewertet Gipfel als "wichtiges Signal" für die deutsche Wirtschaft
Männer und Frauen mit Mundschutz unterhalten sich an einem Konferenztisch

Viel Gesprächsbedarf hatten in Brüssel unter anderem (v. l.) Mark Rutte, Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Emmanuel Macron und Charles Michel

© European Union, 2020

Nach fünf- statt wie geplant zweitägigen Verhandlungen haben die 27 EU-Staaten nun die Corona-Hilfen und den neuen EU-Haushalt beschlossen. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), zeigt sich erleichtert und hofft auf Tempo bei der Umsetzung.

"Die Einigung der Staats- und Regierungschefs ist ein wichtiges Signal für die deutsche Wirtschaft", so Schweitzer. Die Stärkung des Binnenmarktes und die wirtschaftliche Erholung in den Mitgliedstaaten seien für die deutsche Wirtschaft "zentrale Voraussetzungen dafür, die Krise zu überwinden". Der DIHK-Präsident ist überzeugt: "Eine weitere Verschiebung der Verhandlungen und die damit einhergehende Unsicherheit hätten zusätzlich belastet."

Nur ein starkes Europa ist konkurrenzfähig

"Europa hat gezeigt, dass es trotz vieler unterschiedlicher Interessen gemeinsame Antworten auf Herausforderungen finden kann", lobt er. Dies sei wichtig, denn nur ein starkes Europa werde gegenüber konkurrierenden Wirtschaftsräumen auf Augenhöhe auch im Interesse der deutschen Unternehmen agieren können.

"Der Wille zur Einigung und gemeinsames koordiniertes Handeln bleiben Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft des Wirtschaftsraums EU", mahnt Schweitzer. Denn: "Die Unternehmen in Europa sind über Lieferketten im Binnenmarkt stark miteinander verbunden, allein die deutschen Unternehmen wickeln 60 Prozent ihrer Im- und Exporte mit anderen EU-Ländern ab. Die Betriebe werden sich daher nachhaltig nur erholen können, wenn auch die europäischen Nachbarn wieder auf die Beine kommen."

Rasch die Einzelheiten klären

Damit die beschlossenen Mittel aus Wiederaufbaufonds und EU-Haushalt der Wirtschaft den dringend notwendigen Schub geben könnten, müssten die verbleibenden Details schnell erarbeitet werden, betont der DIHK-Präsident.

"Nur dann können die Programme ab Januar 2021 zur Verfügung stehen. Und es muss nun sichergestellt werden, dass die Mittel für Maßnahmen eingesetzt werden, die die Wirtschaft effektiv ankurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit der EU auch langfristig stärken."

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Dr. Eric Schweitzer DIHK-Präsident

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst