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Europa kann zu den Gewinnern der Zukunft gehören

Verschärfte Vorgaben ohne realistischen Umsetzungspfad aber wenig hilfreich
Flugzeug in der Luft von vorne

Hoch hinaus beim Klimaschutz geht es nur mit der Wirtschaft in Europa

© carlosphotos / iStock / Getty Images Plus

Anlässlich des Gipfeltreffens der europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel lobt Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), den Vorschlag, mehr Geld für Bildung, Innovation und Forschung bereitzustellen. Aber auch die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft dürfe nicht vernachlässigt werden.

Schweitzer: "Die Europäische Union muss mit den Haushaltsentscheidungen die richtigen Prioritäten für die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand setzen. Denn rund die Hälfte der deutschen Betriebe geben die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit im aktuellen DIHK-Unternehmensbarometer als prioritär an.

Angesichts der großen Herausforderungen ist es richtig – wie von der Kommission vorgeschlagen – mehr Geld in Bildung, Innovation und Forschung zu investieren. Denn der Einsatz innovativer Technologien gewinnt für Unternehmen in Deutschland, die EU- und weltweit im Wettbewerb stehen, immer weiter an Bedeutung. Das gilt gerade auch mit Blick auf die angekündigten größeren Anstrengungen der EU im Bereich der Klimapolitik, die nur mit dem Einsatz innovativer und wettbewerbsfähiger Technologien erfolgreich sein können. Deutschland und Europa können zu den Gestaltern und Gewinnern der Zukunft gehören, wenn die Unternehmen sich im Umfeld eines positiven Innovationsklimas engagieren können.

Beim Klimaschutz ist es zunächst vorrangig, die Anstrengungen zur Umsetzung der bestehenden Ziele glaubwürdig zu intensivieren. So wünschenswert das Erreichen noch ambitionierterer Ziele ist, so lösen verschärfte Vorgaben ohne realistischen Umsetzungspfad doch nicht das Problem. Vor allem das Ziel der weitgehenden Treibhausgasneutralität erfordert massive Mehrinvestitionen.

Wenn aber auf dem Weg dorthin die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verloren geht, dann fehlen Wachstum und Wohlstand genau für diese wichtigen Investitionen. Deshalb ist aus Sicht der Wirtschaft auch in Zukunft eine kostengünstige und sichere Energieversorgung ein ganz wichtiger Faktor."

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Julian Schorpp Referatsleiter Europäische Energie- und Klimapolitik

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Thomas Renner Pressesprecher | Leiter des Presseteams