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Fahrverbote verlieren an Bedeutung

DIHK zur Luftqualität in Deutschland
Leere Straße mit Häusern in Hintergrund

Keine echte Lösung: Fahrverbote treffen den Waren- und Dienstleistungsverkehr

© fanjianhua / iStock / Getty Images Plus

Die Belastung der Stadtluft durch Dieselabgase geht weiter zurück, das belegen aktuelle Messdaten des Umweltbundesamtes (UBA). Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zeigt sich erleichtert und plädiert für mehr nachhaltige Mobilität.

Nach der nun vom UBA vorgestellten vorläufigen Auswertung wurde der Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid (40 µg/m³ Luft) im vergangenen Jahr an rund 20 Prozent der verkehrsnahen Messstationen überschritten. 2018 waren noch 42 Prozent der Stationen durchgefallen.

"Die Luft in Deutschland war 2019 besser als erwartet", bilanziert der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks die neuen Zahlen. "Fahrverbote verlieren dadurch zum Glück an Bedeutung, die Grenzwerte können durch nachhaltigere Mittel unterschritten werden."

Von den bisherigen Fahrverboten seien Unternehmen besonders stark betroffen, stellt Dercks klar, schließlich würden in der gewerblichen Wirtschaft in überdurchschnittlichem Maß Diesel-Fahrzeuge eingesetzt. Entsprechend bedeute diese Maßnahme für die regionale Wirtschaft in vielen Ballungsräumen "Wertverluste ihrer Fahrzeugflotte in Millionenhöhe, Einschränkung des Waren- und Dienstleistungsverkehrs und Umsatzverluste", erläutert der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Jetzt können sich die Städte auf die drängenden Aufgaben für eine nachhaltige Mobilitätswende konzentrieren."

Der DIHK setze sich beispielsweise für mehr nachhaltige Mobilität durch digitale Verkehrssteuerung, einen besseren öffentlichen Personennahverkehr und alternative Antriebe ein. Und: "Auch Industrie- und Handelskammern engagieren sich in den Regionen für nachhaltige betriebliche Mobilität. Sie zeigen Unternehmen beispielsweise, wie sie den Fuhrpark ökologisch optimieren, die Ladeinfrastruktur ausbauen oder Leasing von Fahrrädern anbieten."

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Mann steht vor Gemälde und hat die Arme verschränkt.
Hauke Dierks Referatsleiter Umwelt- und Rohstoffpolitik

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Frau im Haus der deutschen Wirtschaft
Petra Blum Pressesprecherin