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Grundsteuer-Kompromiss "kein gutes Zwischenergebnis"

DIHK fordert bessere Berücksichtigung der Praxistauglichkeit
Hand nimmt 50-Euro-Geldscheine aus einer Registrierkasse

Wie tief Unternehmen bei der Grundsteuer in die Kasse greifen müssen, hängt vom Standort ab

© AndreyPopov / iStock / Getty Images Plus

Bund und Länder haben sich jetzt auf Grundzüge eines Modells zur Grundsteuer-Reform verständigt, das Grundstückswerte, das Alter von Gebäuden und die Durchschnittsmieten zur Steuerberechnung heranziehen soll. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) äußerte sich enttäuscht.

"Das ist kein gutes Zwischenergebnis", sagte DIHK-Präsident Schweitzer der Nachrichtenagentur dpa. Eine Orientierung an Bodenrichtwerten und Mietkosten führe zu hohen bürokratischen Belastungen bei den Unternehmen, aber auch bei der Finanzverwaltung, warnte er.

"Alle Beteiligten sollten in den weiteren Verhandlungen die Praxistauglichkeit des Modells stärker berücksichtigen", so Schweitzers Appell. "Ein einfaches Modell, das sich nur an den Flächen von Grundstücken und Gebäuden orientiert, ist der bessere Weg, um die Vorgaben des Verfassungsgerichts umzusetzen."

Was sich die gewerbliche Wirtschaft von der Grundsteuerreform erhofft, können Sie einem gemeinsamen Positionspapier von DIHK und sieben weiteren Spitzenverbänden entnehmen, das rechts oben zum Download bereitsteht.

Kontakt

Dr. Kathrin Andrae Referatsleiterin Öffentliche Finanzen