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Handel mit China ehrgeizig weiterentwickeln

Wansleben: Unternehmen setzen auf deutsche EU-Ratspräsidentschaft
Chinesische Arbeiter montieren in einer Fabrik ein Auto

Die Produktionskapazitäten sind bei vielen Unternehmen in China wieder hergestellt

© Chalffy / E+ / Getty Images

Ein Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und China für ein Level Playing Field ist für hiesige Unternehmen wichtig. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hofft auf ein Abkommen; Qualität geht jedoch vor Geschwindigkeit.

"In China scheint die wirtschaftliche Talsohle durchschritten", so die Einschätzung von DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. "Unser Handel mit China zieht bereits wieder an, während er Corona-bedingt an anderer Stelle noch am Boden liegt." 

70 bis 80 Prozent der deutschen Unternehmen seien im Reich der Mitte wieder produktions- und lieferfähig, berichtet Wansleben. Um die Beziehungen mit dem wichtigsten deutschen Handelspartner zukunftsfester aufzustellen, seien die derzeitigen Verhandlungen zu einem EU-China-Investitionsabkommen sehr bedeutsam.

"Zur Weiterentwicklung der Handelsbeziehungen mit China setzen die deutschen Unternehmen daher große Hoffnungen auf die EU-Ratspräsidentschaft der Bundesregierung", stellt der DIHK-Hauptgeschäftsführer klar. "Nach eher kleineren Fortschritten in den letzten Verhandlungsrunden hofft die deutsche Wirtschaft zugleich endlich auf ehrgeizige Verhandlungsangebote Chinas."

Lange überfällig seien der Abbau der Asymmetrien beim Marktzugang, ein effektiver Rechtsschutz für EU-Unternehmen – gerade mit Blick auf Investitionen –  sowie die Offenlegung wettbewerbsverzerrender staatlicher Subventionen. "Die EU sollte hier geschlossen und entschlossen auftreten, um Markteingriffe zu beschränken und Marktöffnung, insbesondere bei öffentlichen Aufträgen, voranzutreiben", mahnt Wansleben. 

Laut DIHK-Unternehmensbefragungen zählen die Rechtsunsicherheit aufgrund eines unklaren regulatorischen Rahmens, der ungenügende Schutz geistigen Eigentums und ein erzwungener Technologietransfer für eine Mehrheit der deutschen Unternehmen in China zu den Top-Herausforderungen. 

"Darüber hinaus klagen sie über Preiskontrollen, Lokalisierungs- und Joint-Venture-Zwänge", fährt Wansleben fort. "Zwei von fünf Unternehmen glauben, dass chinesische Wettbewerber bevorzugt werden."

Warum es bei dem Abkommen im Einzelnen geht und was aus Sicht der Wirtschaft zu beachten ist, hat der DIHK hier in einer deutschen und einer englischen Version für Sie zusammengestellt:

Checkliste EU-China-Investitionsabkommen (PDF, 105 KB)

EU-China Investment Agreement: A Checklist (PDF, 125 KB)

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Mann im Haus der Deutschen Wirtschaft
Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst