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IHKs streichen Sach- und Fachkundeprüfungen sowie Unterrichtungen

Für systemrelevante Betriebe sind im Einzelfall Ausnahmeregelungen möglich
Schild mir Aufschrift "Geschlossen" an einer Fensterscheibe

Fürs erste finden in den IHKs keine Prüfungen statt

© Heiko119 / iStock / Getty Images Plus

Die für Sach- und Fachkundeprüfungen zuständigen Gremien der Industrie- und Handelskammern (IHKs) haben sich darauf verständigt, sämtliche Unterrichtungen sowie Sach- und Fachkundeprüfungen ab sofort mindestens bis zum 24. April 2020 auszusetzen.

Zu den abgesagten Terminen gehören beispielsweise Verkehrsprüfungen und -unterrichtungen sowie gewerberechtliche Prüfungen.

Die Streichung basiert unter anderem auf dem gemeinsamen Aufruf der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen sowie den neuesten Beschlüssen von Bund und Ländern. Unter den gegebenen Umständen ist es damit ausgeschlossen, die Prüfungen ordnungsgemäß durchzuführen.

Bei dringenden Engpässen, die systemrelevante Unternehmen betreffen, kann es im Einzelfall Ausnahmen im Rahmen der landesrechtlichen Möglichkeiten geben. Die Entscheidung hierüber trifft die zuständige IHK in engem Austausch mit den Unternehmen vor Ort. 

Wann die Unterrichtungen und Prüfungen nachgeholt werden können, ist derzeit noch offen. Die IHKs tauschen sich hierzu eng mit den zuständigen Behörden aus. Die neuen Termine werden schnellstmöglich bekannt gegeben. Zuvor hatten die Kammern bereits sämtliche Prüfungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) abgesagt.

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Porträtbild Petra Blum, Pressesprecherin
Petra Blum Pressesprecherin
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