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IHKs unterstützen digitalen Kanzlerinnendialog zur Ausbildung

"Die Bundeskanzlerin im Gespräch" ... mit Azubis und Ausbildern
Foto von der Videoschalte zum Kanzlerinnendialog am 12. November 2020: In der Mitte Angela Merkel, am Rand weitere Teilnehmer

Bürgerdialog virtuell: Das neue Format funktioniert per Videoschalte

© Bundesregierung / Sandra Steins

"Für mich ist eine Berufsausbildung gleichwertig mit einem Studium", erklärte Angela Merkel bei einem virtuellen Bürgerdialog mit Auszubildenden und Ausbildern am 12. November. Die Bundeskanzlerin appellierte an die Jugendlichen in Deutschland, auch in Corona-Zeiten auf eine berufliche Ausbildung zu setzen. Thema des Dialogs waren die besonderen Bedingungen, unter denen der Ausbildungsalltag in Unternehmen und Berufsschule derzeit steht.

Die Corona-Pandemie mit Total-Lockdown sei für ihr Hotel in Berchtesgaden "eine Katastrophe" gewesen, berichtete etwa Liselotte Grünberger, die derzeit neun junge Menschen ausbildet. Aber die Situation brachte auch interessante Impulse: Damit ihre Azubis im Thema bleiben konnten, vermittelte Grünberger sie in enger Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) München via "Ausbildungs-Sharing" an eine Reha-Klinik – nach Einschätzung der Kanzlerin ein spannender Ansatz auch außerhalb von Krisenzeiten.

IHKs Rostock, München, Erfurt und Düsseldorf wirkten an der Gästeliste mit

Natürlich brachte Covid-19 aber vor allem reichlich Schwierigkeiten: Die Berufsschulen seien nicht auf die Pandemie vorbereitet und technisch auch nicht ausreichend ausgestattet gewesen, berichtete beispielsweise Björn Kapelke, Küchenchef beim Gutshaus Stolpe nahe der Ostseeküste. Seinen Azubis seien nur sporadisch kleinere Aufgaben zugemailt worden.

Die IHK Rostock hatte Kapelke für den Kanzlerinnen-Dialog vorgeschlagen, ebenso wie die IHKs aus München, Erfurt, und Düsseldorf und die Handwerkskammern Hannover sowie Wiesbaden Auszubildende und Ausbilder benannt hatten.

Lob für Biss und Einsatz

Am 12. November wurde erörtert, was sich für die geladenen Jugendlichen – vom Bierbrauer bis hin zur Mechatronikerin – und ihre Ausbilder verändert hat und wie sie die mit der Pandemie verbundenen Schwierigkeiten bewältigen. Die Kanzlerin sprach der "Generation Corona" Mut zu, lobte das Durchhaltevermögen der Jugendlichen und den Einsatz der Ausbilder.

Mit dem Format "Die Bundeskanzlerin im Gespräch" setzt Angela Merkel ihren traditionellen direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern in allen Regionen Deutschlands fort. Vor der Pandemie konnte dieser Dialog vor Ort erfolgen, jetzt erhält er aufgrund der Corona-Krise einen digitalen Rahmen.

Insgesamt sind vier Termine geplant: Nach dem ersten Dialog mit Betroffenen aus der Ausbildung stehen noch Gespräche zu den Komplexen Pflege, Polizei und Studium auf dem Programm. Dabei soll es darum gehen, wie sich die Pflegesituation, der Polizeidienst oder das Studium infolge der Pandemie verändert haben.

Eine Aufzeichnung des Ausbildungs-Dialogs finden Sie in der Mediathek des Bundeskanzleramtes.

Kontakt

Porträtfoto Christina Mersch
Christina Mersch Bereichsleiterin Ausbildung

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