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Infrastruktur für Wasserstoffwirtschaft vorbereiten

Wirtschaft für rechtliche Anpassungen
Pipeline

Die Transportinfrastruktur ist einer der Knackpunkte für einen Wasserstoffmarkt

© imantsu / iStock / Getty Images Plus

Wasserstoff hat das Zeug dazu, für die Unternehmen ein wichtiger Rohstoff und Energieträger auf dem Weg zur Klimaneutralität zu werden. Gemeinsam mit vier Verbänden hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt Grundvoraussetzungen für erforderliche Investitionen in eine Wasserstoff-Infrastruktur benannt.

Damit ein wettbewerblicher Wasserstoffmarkt entstehen kann, müssen frühzeitig die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Umstellung vorhandener Leitungen von Erdgas- auf Wasserstofftransport geschaffen werden. Dabei sollte Wasserstoff technologieneutral definiert werden. 

Geringe Anpassungen des Rechtsrahmens reichen aus

Netzbetreiber sollten Wasserstoff unabhängig von der Art seiner Erzeugung transportieren können – ähnlich, wie es heute bei Erdgas- und Stromnetzen der Fall ist. Für die Netzanschlüsse zur Einspeisung von Wasserstoff in bestehende Erdgasnetze gilt es sicherzustellen, dass die Nutzer des Erdgasnetzes hierdurch nicht beeinträchtigt werden.

In ihrem Papier "Auf dem Weg zu einem wettbewerblichen Wasserstoffmarkt" vom 21. April schlagen die Verbände konkrete Änderungen im Energiewirtschaftsgesetz und in der Gasnetzzugangsverordnung vor. Diese Anpassungen müssten noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg gebracht werden, mahnen die Autoren, "damit der Transport von reinem Wasserstoff schnellstmöglich, spätestens ab Mitte dieses Jahrzehnts, zu einer real verfügbaren Option werden kann".

In die aktuelle Netzentwicklungsplanung aufnehmen

Die Fernleitungsnetzbetreiber warteten auf ein entsprechendes politisches Signal, um den Wasserstofftransport in die aktuellen Netzentwicklungsplanung aufnehmen zu können, so die Verfasser. Auch der Industrie würde der Startschuss für ein deutschlandweites Wasserstoffnetz die notwendige Planungsgrundlage für Investitionsentscheidungen geben.

Sie finden die Vorschläge von DIHK, Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB Gas), Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) hier zum Download:

Verbändepapier "Auf dem Weg zu einem wettbewerblichen Wasserstoffmarkt" (PDF, 331 KB)


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Till Bullmann Referatsleiter Wärmemarkt, Kraftstoffe

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Petra Blum Pressesprecherin