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Junge Menschen gut auf die Arbeitswelt vorbereiten!

DIHK präsentiert "Schulpolitische Leitlinien 2019"
Kleine Kinder sitzen im Unterricht mit Tablets

Tablets in die Klasszimmer: Die Digitalisierung ist nur eine der zahlreichen Herausforderungen, vor denen die Schulen hierzulande stehen.

© Getty Images / skynesher / E+

Die Unternehmen in Deutschland sind auf leistungsfähige Schulen angewiesen. Aus den Erfahrungen, die die Betriebe mit jungen Berufseinsteigern machen, hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Vorschläge zur verbindlichen und einheitlichen Umsetzung gemeinsamer übergreifender Bildungsziele abgeleitet.

In den "Schulpolitischen Leitlinien 2019" werden für allgemeinbildende wie auch für die Berufsschulen die Potenziale beschrieben, die beispielsweise eine verstärkte Berufs- und Studienorientierung, mehr MINT- oder ökonomische Bildung, die Einführung schulischer Standards oder eine verbesserte Lehreraus- und -fortbildung bergen.

Ein wichtiges Thema, schließlich sichern junge Menschen "als Fachkräfte von morgen Wohlstand und Produktivität in Deutschland", wie der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks betont.

Die Kompetenzen der Schulabsolventen zu Beginn des Berufslebens seien "deshalb für die Unternehmen äußerst wichtig", so Dercks. "Um junge Menschen gut auf die Arbeitswelt vorzubereiten, brauchen wir leistungsfähige Schulen und Berufsschulen."

Leider falle aus Perspektive der Betriebe das Rüstzeug für die digitale Berufswelt oft unzureichend aus. "Das beginnt mit den Gebäuden", erläutert der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer: "Vielerorts muss in eine moderne Ausstattung investiert werden. Allein die Berufsschulen brauchen in den nächsten vier Jahren rund 2,5 Milliarden Euro aus dem 'DigitalPakt Schule' für schnelles Internet und zuverlässige IT-Systeme."

Doch das alleine reiche noch nicht aus: "Um die Berufsorientierung und die Vermittlung von Kompetenzen der künftigen Arbeitswelt zu stärken, brauchen wir eine praxisnahe Lehreraus- und -fortbildung, mehr Unterricht in Naturwissenschaften, ökonomische Grundbildung sowie einen engeren Austausch mit der Wirtschaft."

Um die Ausbildung in der Region zu sichern, gelte es, vor allem ländliche Räume durch eine gute Infrastruktur zu stärken und Modelle wie das "Azubi-Ticket" im öffentlichen Nahverkehr in die Tat umzusetzen.

Die Berufsschulen könnten sich die Digitalisierung auch selbst zunutze machen, so Dercks' Vorschlag, "und bei Bedarf Unterricht am Bildschirm für Teilnehmer an verschiedenen Orten anbieten".

Das komplette Positionspapier mit diesen und weiteren Aspekten steht hier zum Download bereit:

Schulpolitische Leitlinien (PDF, 1 MB)

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