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Klimaschutzgesetz bringt den Betrieben höhere Kosten

Schweitzer: Unternehmen brauchen Spielraum für Investitionen
Reihe von Windrädern

Die EU drängt auf den Ausbau erneuerbarer Energien wie beispielsweise der Windkraft

© franckreporter / E+ / Getty Images

Die höheren Klimaziele der EU kommen – das kann nach den Abstimmungen zum Klimaschutzgesetz im Europäischen Parlament am 6. und 7. Oktober als sicher gelten. Für die Unternehmen bedeute das weitere Zusatzbelastungen, warnt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

"Die Wirtschaft steht zu einem ambitionierten und globalen Klimaschutz", stellt DIHK-Präsident Schweitzer klar. "In Zukunft werden viele Unternehmen ihre eigenen Anstrengungen daher noch verstärken." Die Forderung des Europäischen Parlaments nach weitergehenden 2030-Klimazielen erfülle die Wirtschaft jedoch mit Sorge.

Belastender Alleingang ohne Ausweichmöglichkeiten

"Denn sicher ist derzeit nur, dass diese Verschärfung zu höheren Kosten und strengeren Vorgaben für viele Unternehmen führen wird", warnt Schweitzer. "Wie sich hieraus Wachstumschancen ergeben sollen, ist bislang nicht ersichtlich." Dies gelte insbesondere, solange Europa in der Welt im Alleingang voranschreite und europäische Unternehmen auf den Weltmärkten dadurch wachsende Nachteile hätten.

"Zudem fehlen oft die Alternativen im Bereich erneuerbare Energie, die es Unternehmen ermöglichen würden, klimafreundlicher zu produzieren", gibt der DIHK-Präsident zu bedenken. "Die Betriebe brauchen dazu kostengünstigen und nachhaltigen Strom in deutlich größerem Umfang und zugleich immense Mengen an CO2-armen Wasserstoff." Immer höhere Ziele zu fixieren, wäre nur dann nachhaltig, wenn die EU genau zu diesen Fragen gleichzeitig konkrete Antworten vorlege, kritisiert er.  

Investitionsförderung anstelle massiver Belastungen

Im Übrigen reiche die Vermeidung von Wettbewerbsnachteilen nicht aus: "Die Unternehmen brauchen auch den finanziellen Spielraum, um die immensen Investitionen in neue Technologien und Innovation schultern zu können", so Schweitzer. Anstelle massiver neuer Belastungen seien gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie "investitionsfördernde Entlastungen erforderlich".

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Porträtfoto Julian Schorpp
Julian Schorpp Referatsleiter Europäische Energie- und Klimapolitik

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Franziska Stavenhagen Pressesprecherin