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Kriterien für Überbrückungshilfen zu streng

DIHK plädiert insbesondere bei den Umsatzrückgängen für Nachjustierung
Corona-Chart transparent vor Skyline

Die Auswirkungen der Pandemie werden noch lange spürbar sein

© NicoElNino / iStock / Getty Images Plus

Auf die große Bedeutung der Corona-Überbrückungshilfen hat Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), hingewiesen. Für viele Unternehmen sei die Pandemie-bedingte Krise noch nicht ausgestanden.

"Die Überbrückungshilfen sind eine wichtige Unterstützung, um einer drohenden Insolvenz zu entgehen", gibt Dercks zu bedenken. Aktuell lägen etwa 60.000 Anträge für die Überbrückungshilfen vor. "Das entspricht einem Volumen von knapp einer Milliarde Euro. Die insgesamt zur Verfügung stehenden Mittel sind also längst noch nicht ausgeschöpft."

Die Mittel müssten aber in der Breite bei krisengeschüttelten Unternehmen ankommen, etwa bei Schaustellern, Diskotheken oder Veranstaltern, betont der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. Zahlreiche Gespräche der Industrie- und Handelskammern mit Unternehmen zeigten, dass es durchaus Verständnis für die Überprüfung der Anträge gebe.

"Die Gespräche zeigen aber auch, dass die Kriterien nach den bisherigen Erfahrungen bei der Verlängerung der Überbrückungshilfen praxisgerecht nachjustiert werden müssen", sagt Dercks. So seien vor allem die Anforderungen an die Umsatzrückgänge – sowohl als Kriterium für den Zugang als auch für den monatlichen Fixkostenzuschuss – in den Programmen zu streng definiert. "Denn auch bei Umsatzrückgängen von zum Beispiel 25 Prozent machen viele Unternehmen noch spürbare Verluste." Eine Anpassung der Zugangsbedingungen könne dazu beitragen, dass der im Herbst und zu Jahresbeginn 2021 zu erwartende Anstieg der Insolvenzen doch nicht so hoch ausfalle.

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Porträtbild Dr. Marc Evers, Referatsleiter Mittelstand | Existenzgründung | Unternehmensnachfolge
Dr. Marc Evers Referatsleiter Mittelstand, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst