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Mehr als die Hälfte der künftigen Soli-Zahler sind Unternehmen

DIHK: Vollständige Abschaffung wäre richtig gewesen
Stücke der Berliner Mauer vor blauem Himmel

Die Berliner Mauer ist Geschichte – der für den "Aufbau Ost" eingeführte Solidaritätszuschlag jedoch immer noch nicht

© Zoonar / Getty Images Plus

Der Bundestag hat die Teilabschaffung des Solidaritätszuschlages beschlossen: Ab 2021 soll die Abgabe für rund 90 Prozent der Steuerzahler entfallen. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), sieht das kritisch.

"Für Hunderttausende Mittelständler ist die Einkommensteuer plus Soli die entscheidende Unternehmensteuer", gibt Schweitzer zu bedenken. "Es wäre richtig gewesen, den Solidaritätszuschlag bereits jetzt vollständig abzubauen."

Denn unter denjenigen, die den Soli jetzt weiter zahlen, seien besonders viele Unternehmen, so der DIHK-Präsident. Diese seien aber höher mit Steuern belastet als ihre Wettbewerber in anderen Ländern.

"Rund 60 Prozent der zukünftigen Zahler des Solis werden Unternehmen sein", rechnet Schweitzer vor. "Deutschland muss dringend etwas tun, um nicht an der Spitze der Hochsteuerländer für Unternehmen zu stehen." Denn dies verringere den Spielraum der Betriebe für die "gerade jetzt so dringend erforderlichen Investitionen."

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Jens Gewinnus Referatsleiter Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Einkommensteuer

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Thomas Renner Pressesprecher | Leiter des Presseteams