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Mexiko "mehr als eine Produktionsplattform für die USA"

Treier: Unter Zöllen leiden beide Standorte
Außenhandel digital vernetzt: Container, LKW, Weltkarte und ein Mann mit Tablet

Der DIHK setzt sich für freien internationalen Handel ein

© thtivong / iStock / Getty Images Plus

Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Importzölle unter anderem auf Fahrzeuge aus Mexiko könnten nach Einschätzung von Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Verbraucher und Unternehmen in den USA stärker treffen als deutsche Betriebe.

"Mexiko und die USA sind auch im Bereich der Automobilindustrie eng miteinander verbunden, das ist ein Wertschöpfungsverbund", sagte Treier der Tageszeitung "Die Welt". "Werden zwischen beiden Ländern Handelshürden in Form von Zöllen errichtet, leiden beide Standorte."
In US-Werken würden zum Beispiel Zulieferteile aus Mexiko verbaut, die dann teurer würden. "Zölle beschädigen die Lieferketten und damit auch die Produktion in den USA", warnte Treier

Für die deutsche Autoindustrie sei Mexiko "mehr als eine Produktionsplattform für die USA". Das Land sei inzwischen "ein eigenständiges Zentrum, ein globaler Hub, von dem die Hersteller in die ganze Welt liefern". Der DIHK-Außenwirtschaftschef zeigte sich überzeugt: "Diese Entwicklung kann Trump nicht mehr rückgängig machen – selbst, wenn er versucht, die US-Autobauer mittels Strafzöllen 'zurückzuholen'".

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Dr. Mark Heinzel Referatsleiter Nord- und Lateinamerika