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Mit bahnbrechenden Ideen mehr Schub für "made in Germany"

Achim Dercks zum DIHK-Workshop Sprunginnovationen
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Ideenreichtum ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor

© ipopba Creative / iStock / Getty Images Plus

Erfindernation Deutschland? Die hiesige Wirtschaft rangiert bei den weltweit angemeldeten Patenten hinter China und den USA auf Platz drei. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt jedoch davor, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen.

"Bei Sprunginnovationen mischen andere Wirtschaftsräume kräftig mit, oft haben sie sogar die Nase vorn", betont Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des DIHK, anlässlich des Workshops "Sprunginnovationen: Ideenreichtum im deutschen Mittelstand aufspüren" am 24. Oktober in Berlin.

Beispiele dafür, wie Sprunginnovationen Märkte komplett umkrempeln könnten, seien etwa digitale Handelsplattformen oder die Streaming-Portale, mit denen Kinos und Fernsehen heute um Zuschauer kämpften. "Der Standort Deutschland muss mehr solcher bahnbrechender Neuerungen hervorbringen", mahnt Dercks.

Die Voraussetzungen dafür sind gut. So gibt es hierzulande hochinnovative mittelständische Unternehmen die schon mehrere radikale Neuerungen umgesetzt haben. Auf sie möchte der DIHK bei dem Workshop aufmerksam machen und gemeinsam mit Politik und Betrieben über Lösungen für noch mehr Sprunginnovationen diskutieren.

"Innovative Ideen entstehen nicht allein in der Wissenschaft, sondern vor allem auch in den Unternehmen, die dabei immer auch das Anwendungspotenzial im Blick haben", erläutert Dercks. Die Innovationskraft und der Mut der Betriebe seien daher "der Schlüssel, um beim Thema Sprunginnovationen voranzukommen". Es gelte, Rahmenbedingungen zu schaffen, die gerade auch den mittelständischen Unternehmen dabei helfen, ihr Innovationspotenzial zu stärken.

Nach Einschätzung des stellvertretenden DIHK-Hauptgeschäftsführers kann die von der Bundesregierung gegründete Agentur für Sprunginnovationen hier neue Wege eröffnen – solange die Technologieoffenheit im Vordergrund stehe und die Wirtschaft von Anfang an eingebunden sei. Dies allein reiche aber noch nicht aus.

Dercks: "Den Prozess zusätzlich unterstützen würden beispielsweise mehr digitale Kompetenzen im Bildungssystem, ein gemeinsames Engagement zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses und weniger Bürokratie an allen Ecken und Enden." Hiermit könnte die Politik wichtige Impulse setzen, um Sprunginnovationen "made in Germany" zum Durchbruch zu verhelfen.

Kontakt

Frau im Haus der Deutschen Wirtschaft
Felicitas von Bredow Referatsleiterin Innovationspolitik

Kontakt

Frau im Haus der deutschen Wirtschaft
Petra Blum Pressesprecherin

Einladung Workshop

Die Einladung zum DIHK-Workshop Sprunginnovationen am 24. Oktober 2019 können Sie hier im PDF-Format abrufen.