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Mit digitalen Tools raus aus der Krise

DIHK veröffentlicht Orientierungsrahmen
Menschen mit Masken und Einkaufswagen stehen in einer Schlange

Lästige Warteschlangen könnten mithilfe digitaler Anwendungen künftig kürzer werden

© Joerg Siegert / iStock / Getty Images Plus

Shoppen, Essen gehen, Urlaub machen – die Auswirkungen von Corona schränken Kunden wie Unternehmen erheblich ein. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zeigt auf, wie digitale Anwendungen Gastronomen oder Einzelhändlern im Pandemie-Alltag helfen können.

"Es gibt alle Möglichkeiten mit digitalen Tools Kunden neu zu begeistern und zurückzugewinnen", betont Ilja Nothnagel, Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung: Digitale Angebote können Handel und Tourismus dabei unterstützen, mit Klicks aus dem Krisenmodus zu kommen.

Wirtschaft in Schwung bringen, Menschen schützen

Für solche Tools haben IT-Anbieter und Unternehmen unter Moderation des DIHK gemeinsam einen Orientierungsrahmen entwickelt. Dabei stehen Gesundheitsschutz und Freiwilligkeit ganz oben auf der Agenda. Nothnagel: "Oberstes Ziel ist, gemeinsam das wirtschaftliche Leben weiter in Schwung zu bringen und gleichzeitig Kunden sowie Unternehmer und Mitarbeiter zu schützen."  Mithilfe entsprechender Anwendungen sollen Kunden im Einzelhandel ein Einkaufserlebnis ohne Anstehen genießen oder Besucher von Freizeitaktionen rechtzeitig einen Platz buchen können.

Win-win-Situation für Betriebe und Kunden

"Solche Systeme werden dringend gebraucht", betont Nothnagel. "Es ist gut möglich, dass insbesondere Handel, Gastronomie und Tourismus noch über Monate mit Einschränkungen leben müssen." Er ist überzeugt: "Das digitale Management von Kunden- und Gästeströmen kann eine Win-win-Situation für Wirtschaft und Kunden werden."

Oberste Gebote: freiwillig und einfach

Zentrale Punkte hierfür sind dem neuen Orientierungsrahmen zufolge, dass die entsprechenden Anwendungen vom Kunden freiwillig genutzt werden und dass ihr Einsatz einfach – auch ohne Smartphone direkt vor Ort – erfolgen kann. Für ein flexibles Agieren ist außerdem die Verfügbarkeit von anonymen Echtzeitdaten entscheidend.

Die Anbieter sind sogar bereit, ihre Systeme für ihre Wettbewerber zu öffnen. Denn eine breite Nutzung gelingt nur, wenn die verschiedenen Angebote miteinander kommunizieren können.

Nachhaltiger Nutzen über die Krise hinaus

Nothnagel: "Wichtig ist, dass der Nutzen für beide Seiten deutlich erkennbar ist. Dieser sollte nachhaltig sein und über die Krise hinausgehen." Beispiele gibt es genug. So können die Optimierung von Geschäftsabläufen und die Vernetzung vor Ort wichtige Zusatznutzen sein: Einsatzpläne lassen sich auf Basis von Prognosedaten optimieren, oder der Friseurkunde erfährt beim Abschlussblick in den Spiegel, wo er das passende Outfit zum neuen Style findet. Diese IT-Lösungen wirken auch über Handel und Tourismus hinaus. Beispielsweise könnten die Event-Branche oder Logistiker ebenfalls profitieren, indem sie sich neue Geschäftsfelder erschließen und zum Beispiel die Abwicklung des Ticketing übernehmen oder neue lokale Lieferbeziehungen aufbauen.

Eine Liste von Anbietern entsprechender Lösungen gibt es unter der Adresse https://www.ihk.de/digitale-anwendungen.

12 Punkte, die bei der Auswahl zu beachten sind, hat der DIHK in seinem Digitalen Orientierungsrahmen zusammengestellt:

"Rausklick – Digitale Anwendungen zur Kundenrückgewinnung" (PDF, 595 KB)


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Dirk Binding Bereichsleiter Digitale Wirtschaft, Infrastruktur, Regionalpolitik

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Dr. Ulrike Regele Referatsleiterin Handel

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