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Neue Exportzahlen "kein Grund für Euphorie"

Außenwirtschaftlicher Gegenwind belastet die Konjunktur
Blick auf einen Containerhafen vor der Skyline einer Großstadt

Der Export ist ein wichtiger Pfeiler der deutschen Wirtschaft

© Getty Images / kokouu / E+

Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe hat zuletzt überraschend zugelegt. Dennoch rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) angesichts der wenig optimistischen Erwartungen der Unternehmen nicht mit einer Trendwende.

Vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge legten die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat August um 1,5 Prozent und im Vergleich zu September 2018 um 4,6 Prozent zu.

Dies sei allerdings "bei Weitem kein Grund für Euphorie im Außenhandel", relativiert Heidenreich die Ergebnisse. Der weltweit zunehmende Protektionismus und eine schwächelnde Weltwirtschaft machten der exportstarken deutschen Wirtschaft weiterhin zu schaffen. "Für dieses Jahr können wir froh sein, wenn wir am Ende mit einer schwachen Null aus dem Jahr gehen."

Der langjährige Schnitt der deutschen Exporte liege über 5 Prozent, erinnert der DIHK-Außenwirtschaftsexperte. "Die US-Handelskonflikte mit Europa und China sowie der weiterhin unklare Brexit verunsichern weltweit die Unternehmen, die dann Investitionen zurückhalten."

Die aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage zeige, dass der außenwirtschaftliche Gegenwind die Nachfrage nach deutschen Produkten senke und damit die Konjunktur auch hierzulande belaste. "Für die Unternehmen ist es deshalb wichtig, dass zumindest in Deutschland gute Rahmenbedingungen für ihre Geschäfte gesetzt werden", so Heidenreich. "Dazu gehören Investitionen in kluge Köpfe und in eine moderne Infrastruktur."


Kontakt

Kevin Heidenreich im Haus der Deutschen Wirtschaft
Kevin Heidenreich Referatsleiter Grundsatzfragen der Außenwirtschaft und Entwicklungspolitik