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Notfall-Fonds kommt für viele Unternehmen in letzter Minute

DIHK-Präsident Schweitzer: Schutzschild-Ergänzungen für Kleinunternehmer dringend notwendig
Bärtiger Man sitzt am Laptop

Wenn Einnahmen wegbrechen, die Kosten aber weiterlaufen, droht der Ruin

© svetikd / E+ / Getty Images

Die Bundesregierung plant, das Paket zur Stützung der Wirtschaft in der Corona-Krise, wie vom DIHK gefordert, um einen Soforthilfefonds für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen zu ergänzen. Ein richtiges Signal in einer extrem schwierigen Situation, meint DIHK-Präsident Eric Schweitzer.

"Wenn der Umsatz über Nacht auf null rauscht, stehen sonst hunderttausende Unternehmen, Kleinstbetriebe und Solo-Selbstständige innerhalb von Wochen vor dem Nichts", erläutert Schweitzer. Sie bräuchten jetzt innerhalb von Tagen eine Perspektive, mit ihrem Geschäft die unverschuldete Corona-Krise die nächsten Monate überstehen zu können. "Für den Staat lohnt es, dabei eher zu klotzen als zu kleckern." Der DIHK bestärke die Bundesregierung deshalb darin, ihr Paket zur Stützung der Wirtschaft ganz schnell um einen Soforthilfefonds für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen zu ergänzen: "Das ist das völlig richtige Signal in einer extrem schwierigen Situation."

Die Bundesregierung plant ein spezielles Hilfspaket für Kleinstbetriebe. Die genauen Details sollen in diesen Tagen erarbeitet und in der kommenden Woche vom Bundestag verabschiedet werden. Neben direkten Zuschüssen soll es dabei verbesserte Garantien für erforderliche Überbrückungskredite geben, die dann auch mittelständische Betriebe nutzen können.

Schnelle Unterstützung für Solo-Selbstständige

"Der Notfall-Fonds und die Krediterleichterungen kommen für die meisten Betroffenen wohl noch rechtzeitig", hofft der DIHK-Präsident. Denn ohne eine Soforthilfe stünden viele in Kürze vor dem Nichts. "Wir bekommen aus allen Branchen und Regionen verzweifelte Hilferufe – vom Ein-Mann- oder Ein-Frau-Betrieb über mittelständische Familienunternehmen mit Jahrhunderttradition bis hin zu Großkonzernen", berichtet er. Fast alle hätten Verständnis für aktuelle Einschnitte zum Schutz der Gesundheit. "Aber alle können auch rechnen und sehen, wie schnell weiterlaufende Kosten ohne Einnahmen in den Ruin führen."

Gerade Kleinstunternehmen leiden unter der Corona-Krise

Deshalb ist es in der schwersten Krise der Nachkriegsgeschichte laut Schweitzer ein hoffnungsvolles Zeichen, dass Politik und Wirtschaft hier gemeinsame Lösungen entwickeln können. "Die geplanten Hilfen werden niemandem entgangene Gewinne ersetzen können. Aber sie sind ein wichtiger Beitrag dazu, während der Krise die notwendige wirtschaftliche Basis unseres Landes erhalten und danach schneller wieder aufbauen zu können."

Die IHK-Organisation verzeichnet seit Beginn der Corona-Krise zahlreiche Rückmeldungen von Unternehmerinnen und Unternehmern, die die vielfältigen negativen Auswirkungen der Krise auf ihren Betrieb schildern und um schnelle Hilfestellung sowie Informationen bitten.

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Dr. Rainer Kambeck Bereichsleiter Wirtschafts- und Finanzpolitik, Mittelstand

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