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Solarstrom: Eigenversorgung statt Einspeisung

DIHK bedauert Abschaffung des PV-Deckels
Solarpanele auf grünem Hügel

© LeoPatrizi / E+ / Getty Images

Für die Selbstversorgung der Wirtschaft mit Solarstrom hat sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am 15. Juni im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages stark gemacht.

Die Kernforderung: Unternehmen sollten den von ihnen erzeugten Solarstrom künftig leichter selbst nutzen dürfen. Dafür sollte selbstproduzierter Solarstrom von der 40-prozentigen EEG-Umlage befreit werden.

Für mehr Investitionen in Photovoltaik ...

Außerdem setzt sich der DIHK dafür ein, dass Unternehmen diesen Strom leichter und unbürokratischer an benachbarte Betriebe abgeben können, um Energie effizient zu nutzen. Die Eigenversorgung mit Solarstrom würde sich so schon nach 5 bis 8 Jahren rechnen – und nicht wie bislang erst nach 8 bis 10 Jahren.

Zusätzliche Investitionen wären die Folge. So könnten mehr Dächer von Bürogebäuden oder Produktions- oder Lagerhallen für den weiteren Ausbau von Photovoltaik (PV) genutzt werden;  das würde auch den Klimaschutz voranbringen.

... aber gegen subventionierte Netzeinspeisung

Gleichzeitig spricht sich der DIHK gegen eine längere Förderung der Netzeinspeisung und damit für die Beibehaltung des sogenannten PV-Deckels aus. Dieser sieht vor, dass die Einspeisung von Solarstrom ins Netz über die EEG-Umlage vergütet wird – und zwar bis zu einer Grenze von insgesamt 52.000 Megawatt. Schließlich ist der Selbstverbrauch des Stroms schon seit Langem viel attraktiver als die Einspeisung überschüssiger Strommengen.

Der Bundestag hat am 18. Juni anders entschieden: Der Solardeckel fällt, aber die Rahmenbedingungen für Eigenversorgung werden nicht verbessert. Damit verpasst die Politik die Chance, Sonnenstrom noch attraktiver für die Unternehmen zu machen.

Wie sich der DIHK im Vorfeld zum Thema aufgestellt hatte, lesen Sie in der

DIHK-Stellungnahme vom 10. Juni 2020 (PDF, 205 KB)

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Dr. Sebastian Bolay Referatsleiter Energiepolitik, Strommarkt, erneuerbare Energien

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