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Starker Euro nicht das größte Problem der Exportwirtschaft

Haupt-Herausforderungen sind Nachfrage und Investitionen
Export Containerfrachtschiff

Wie viele Containerschiffe derzeit deutsche Waren in die Welt bringen, hängt nicht nur von Wechselkursen ab

© bfk92 / E+ / Getty Images

Der jüngste Höhenflug des Euro ist für deutsche Exporteure zwar kein günstiges Phänomen. Nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) machen andere Faktoren den Unternehmen in der Corona-Krise aber stärker zu schaffen.

"Für die stark international orientierte deutsche Wirtschaft ist es von großer Bedeutung, wie es weltweit gelingt, mit der Pandemie umzugehen", betont Ilja Nothnagel, Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung. "Die Betriebe werden sich daher nachhaltig nur erholen können, wenn auch unsere Geschäftspartner weltweit wieder auf die Beine kommen."

Als eine der größten Herausforderungen sähen deutsche Unternehmen im Ausland derzeit eine deutlich eingeschränkte Nachfrage, berichtet Nothnagel unter Verweis auf eine aktuelle Sonderauswertung des "AHK World Business Outlook". Schwankungen bei den Wechselkursen seien derzeit für mehr als ein Viertel der Betriebe ein Thema.

Ende Juli hatte die Gemeinschaftswährung mit rund 1,19 Dollar den höchsten Stand seit etwa zwei Jahren erreicht. "Der Anstieg des Euro gegenüber dem Dollar macht die Produkte 'made in Germany' im Verhältnis teurer", kommentiert Nothnagel die Entwicklung. "Damit kann es an der einen oder anderen Stelle auch schwieriger bei Verkaufsgesprächen werden."

Entscheidend für die deutsche Exportwirtschaft sei "aktuell jedoch eher die Frage, wann Nachfrage und Investitionen wieder in Schwung kommen".

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Porträtfoto Ilja Nothnagel
Dr. Ilja Nothagel Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung

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Porträtbild Daphne Grathwohl, Referatsleiterin Strategische Themenplanung und Qualitätssicherung
Daphne Grathwohl Referatsleiterin Strategische Themenplanung und Qualitätssicherung