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Strompreis-Spirale dringend stoppen!

Anstieg von EEG-Umlage und Co. verteuert Strom für Betriebe erheblich
Erneuerbare Energien: Windräder und Solarkraftanlagen

Das Angebot an erneuerbaren Energien steigt, die Nachfrage sinkt – infolge droht die EEG-Umlage kräftig zu steigen

© Getty Images / republica / E+

Die Strompreise hierzulande werden 2021 absehbar drastisch ansteigen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt, dass diese Zusatzbelastung gerade kleineren Betrieben den Re-Start nach der Krise zusätzlich erschweren könnte.

"Die EEG-Umlage wird ohne Gegenmaßnahmen zum Jahreswechsel um mehr als 25 Prozent steigen und damit unseren Mittelständlern enorme Probleme bereiten", befürchtet DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Das Eigenkapital vieler Firmen sei durch die Corona-Krise bereits jetzt weitgehend aufgezehrt.

"In einer solchen Situation sind steigende Strompreise offensichtlich Gift", so Schweitzer. Sie gefährdeten eine Erholung von den wirtschaftlichen Schäden der Corona-Pandemie. 

Vor allem sei die EEG-Umlage "nur ein Teil der Gefahr": Auch die anderen Umlagen und insbesondere die Netzentgelte werden nach Einschätzung des DIHK-Präsidenten "kräftig zulegen". Die Folge: Strompreissteigerungen von bis zu 20 Prozent für Unternehmen. 

"Vor diesem Hintergrund sollte die Bundesregierung dringend einen beachtlichen Teil der EEG-Umlage aus dem Bundeshaushalt begleichen", mahnt Schweitzer. Andernfalls würden krisengeschüttelte Unternehmen doppelt bestraft: "Corona-bedingt geringere Umsätze gehen mit geringerem Stromverbrauch einher, und das wiederum führt zu einer höheren EEG-Umlage", erläutert Schweitzer. "Als Teil des Belastungsmoratoriums muss die Politik diese Spirale stoppen."

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Dr. Eric Schweitzer DIHK-Präsident

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Porträtbild Dr. Sebastian Bolay, Referatsleiter Energiepolitik | Strommarkt | erneuerbare Energien
Dr. Sebastian Bolay Referatsleiter Energiepolitik, Strommarkt, erneuerbare Energien