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Trotz Atempause beim Auftragseingang überwiegt Pessimismus

DIHK: Deutsche Wirtschaft braucht dringend Rückenwind
Auftragseingang Industrie

Der Auftragseingang ist ein wichtiger Frühindikator zur Beurteilung der Konjunktur

© yoh4nn / E+ / Getty Images

Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe hat zuletzt überraschend zugelegt. Dennoch rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) angesichts der wenig optimistischen Erwartungen der Unternehmen nicht mit einer Trendwende.

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes konnte die deutsche Industrie im September saison- und kalenderbereinigt 1,3 Prozent mehr Aufträge einsammeln als noch im Vormonat.

DIHK-Konjunkturexpertin Katharina Huhn sieht in den jüngsten Zahlen eine Atempause: "Immerhin können vor allem die Hersteller von Investitionsgütern ein leichtes Plus erzielen." Dennoch überwiege bei den Unternehmen der Pessimismus. "Die Hoffnung auf ein Wiederanziehen der globalen Konjunktur mit einer Entspannung im Handelsstreit lässt weiterhin auf sich warten", bedauert Huhn.

Die aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage zeige, dass neben der Verunsicherung der Unternehmen und der außenwirtschaftlichen Eintrübung auch zunehmend strukturelle Herausforderungen die Wirtschaftsentwicklung belasteten. Als relevante Faktoren nennt die Konjunkturexpertin Digitalisierung, Mobilität der Zukunft und Klimapolitik.

Die deutsche Wirtschaft benötige dringend Rückenwind, um einem dauerhaften Abschwung entgegenzuwirken, so Huhn. "Dazu gehören zuvorderst Fortschritte beim Bürokratieabbau, ein schnellerer Ausbau der Verkehrs- und IT-Infrastruktur, Förderung von Innovationen und Investitionen."

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Frau im Haus der deutschen Wirtschaft
Katharina Huhn Referatsleiterin Konjunktur, Wachstum, Unternehmensbefragungen