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US-Strafzölle auf Autos würden deutschen Export erheblich treffen

Wirtschaft hofft auf gütliche Einigung
Automobilproduktion

Alle Räder stehen still ...? Die Automobilindustrie würde unter Strafzöllen enorm leiden

© Traimak_Ivan Creative/ iStock / Getty Images Plus

Vor einer weiteren Zuspitzung im Handelsstreit zwischen Europa und den USA warnt Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Mehr als jedes vierte deutsche Unternehmen im Ausland sehe in Handelsbarrieren ein Top-Geschäftsrisiko, berichtet Treier unter Verweis auf die jüngste DIHK-Konjunkturumfrage.

"Die Verhängung von US-Autozöllen wäre eine wirtschaftsschädigende Eskalation der US-Zollspirale. Damit würden die Chancen auf eine Stärkung der transatlantischen Handelsbeziehungen deutlich schwinden", befürchtet der DIHK-Außenwirtschaftschef. Erforderlich sei vielmehr "eine gütliche Einigung zur Vermeidung beiderseitig schädlicher Zollerhöhungen".

Bereits die bisherige Entwicklung im Handelsstreit wertet Treier als "überaus negatives Signal für die ohnehin schwächelnde Weltkonjunktur und unsere stark vom Export abhängige deutsche Wirtschaft". Sollten jetzt die bislang auf Eis gelegten Autozölle hinzukommen, würde das nach seiner Einschätzung "den Welthandel und insbesondere den deutschen Export erheblich in Mitleidenschaft ziehen".

Es sei "wichtig, dass die EU hier geschlossen und entschlossen die europäischen Wirtschaftsinteressen schützt", mahnt Treier. "Noch entwickelt sich der deutsch-amerikanische Handel relativ ordentlich. Aber die Geschäftserwartungen deutscher Unternehmen in den USA haben sich schon ohne die jetzige Zuspitzung deutlich eingetrübt."

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Mann im Haus der Deutschen Wirtschaft
Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen

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Thomas Renner Pressesprecher | Leiter des Presseteams