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USA werden für deutsche Unternehmen zum Hochzollland

Wirtschaftsinteressen der EU geschlossen schützen
Ein Airbus Beluga (Frachtflugzeug) in der Luft

Wegen unzulässiger Subventionen für den Flugzeughersteller Airbus – im Bild die Frachtmaschine Beluga – hat die WTO die US-Strafzölle gegen die EU genehmigt

© Stéphane Chadourne / Pixabay

Die aufgrund des Airbus-Konflikts von der Welthandelsorganisation genehmigten US-Strafzölle von 25 Prozent auf verschiedene EU-Produkte sind nun in Kraft getreten. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), äußert sich besorgt.

Schweitzer: "Die USA werden für die deutsche Wirtschaft zum Hochzollland. Die heutige Zolleskalation in Milliardenhöhe stellt deutsche Unternehmen in ihrem wichtigsten Absatzmarkt vor große Herausforderungen.

Die USA gehen seit Monaten nicht auf das EU-Angebot ein, den jahrzehntelangen Streit um Flugzeugsubventionen zu lösen. Dass der Konflikt jetzt stattdessen auf dem Rücken der Wirtschaft in der Breite ausgetragen wird, stößt bei den Unternehmen auf Unverständnis. Gerade in der konjunkturell angespannten Lage wäre für die deutschen Unternehmen eine gütliche Einigung auch in diesem Konflikt wichtig.

Die Entwicklung ist ein äußerst negatives Signal für die schwächelnde Weltkonjunktur und für die stark vom Export abhängige deutsche Wirtschaft. Sollten in wenigen Wochen auch noch die angedrohten Autozölle hinzukommen, würde das den Welthandel regelrecht erschüttern und in besonderer Weise den deutschen Export belasten.

Wichtig ist, dass die EU geschlossen und entschlossen die europäischen Wirtschaftsinteressen schützt."

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Mann im Haus der Deutschen Wirtschaft
Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen

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Thomas Renner Pressesprecher | Leiter des Presseteams