Pfadnavigation

Viele Unternehmen fragen Corona-Hilfen ab

Großes Interesse an Kreditprogrammen, Soforthilfen und Kurzarbeit
Corona Schutzschließung

Existenzielle Belastung Shutdown: Für viele Betriebe sind Hilfsangebote derzeit unverzichtbar

© DIHK / Jens Schicke

Im Zuge der Corona-Krise beantragen immer mehr Betriebe in Deutschland staatlich geförderte Kredite der bundeseigenen KfW. Auch von Soforthilfen und Kurzarbeit machen sehr viele Unternehmen Gebrauch.

Wie Bundeswirtschafts- und -finanzministerium berichten, hatten zum 22. April mehr als 15.000 Unternehmen in Deutschland einen Antrag auf einen KfW-Kredit gestellt. Rund 98 Prozent davon wurden bewilligt. Die meisten Anträge haben ein Kreditvolumen von bis zu 800.000 Euro.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hatte sich insbesondere für den seit dem 15. April verfügbaren KfW-Schnellkredit stark gemacht, der auf kleinere und mittelständische Unternehmen ausgerichtet ist. Bei diesem Krisendarlehen wird dank einer 100-prozentigen Bundesbürgschaft auf die bankübliche Prüfung verzichtet. Unternehmen können die Corona-Kredite der KfW über ihre Hausbanken beantragen.

Neben den KfW-Krediten hatte die Bundesregierung auch Soforthilfen für Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige auf den Weg gebracht. Hierfür sind bislang rund 1,7 Millionen Anträge bei den Behörden eingegangen. Davon wurden rund 1,2 Millionen Anträge mit einem Gesamtvolumen von etwa 9,5 Milliarden Euro bewilligt.

Große Nachfrage gibt es auch bei der Kurzarbeit. Der Staat gewährt Kurzarbeitergeld, wenn Unternehmen die übliche Arbeitszeit wegen der Corona-Pandemie vorübergehend verkürzen müssen. Etwa 718.000 Betriebe haben bereits Kurzarbeit angemeldet – das entspricht einem Drittel aller deutschen Unternehmen.

Laut sieht sich wegen der Corona-Pandemie bundesweit fast jeder fünfte Betrieb von einer Pleite bedroht. "Darunter sind Zehntausende bislang kerngesunde mittelständische Unternehmen", erklärt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. "Sie benötigten die staatliche Unterstützung sehr dringend, weil sie aktuell zum Schutz unserer aller Gesundheit nicht wirtschaften dürfen."

Kontakt

Porträtfoto Dr. Christian Fahrholz
Dr. Christian Fahrholz Referatsleiter Unternehmensfinanzierung und Finanzmärkte

Kontakt

Junger Mann vor Gemälde im Haus der deutschen Wirtschaft
Dr. Christian Jekat Pressesprecher