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Wachstumssignale müssen auch aus Brüssel kommen

Martin Wansleben zur Frühjahrsprojektion der Bundesregierung
Sinkende Börsenkurse mit Coronaviren im Hintergrund

Die Pandemie erweist sich als Gift für das Wirtschaftswachstum

© wildpixel / iStock / Getty Images Plus

Die jüngsten Konjunkturprognosen der Bundesregierung fallen düster aus. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), beschreibt, worauf es aus Sicht der Unternehmen beim Weg aus der Krise ankommt.

In ihrer am 29. April vorgestellten Frühjahrsprojektion geht die Bundesregierung davon aus, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr aufgrund der Covid-19-Krise um 6,3 Prozent sinken wird.

"Die Corona-Pandemie belastet die deutsche Wirtschaft in einem nie dagewesenen Ausmaß", kommentiert Martin Wansleben die Zahlen. "Die Frühjahrsprojektion, aber auch unsere Rückmeldungen aus den Unternehmen unterstreichen die großen Risiken." 

Kreativität der Unternehmen hilft beim Neustart

Die wichtigste Herausforderung sei es daher, wirtschaftliche Aktivität und Gesundheitsschutz miteinander zu verbinden, betont Wansleben. Trotz erster Öffnungen im Einzelhandel fehle für viele Betriebe weiterhin eine klare Perspektive. 

"Beim Re-Start sollten wir viel stärker auf die Kreativität der Unternehmen setzen und weniger am grünen Tisch entscheiden, welche Branchen oder Verkaufsflächen öffnen dürfen", mahnt der DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Die Unternehmen machen vielfältige Vorschläge für verantwortliche Lösungen."

Neue Belastungen hintanstellen – in Deutschland und Europa

Klare Wachstumssignale müssten aus Sicht des DIHK aber auch aus Brüssel kommen. "So sollte die EU-Kommission solche Initiativen vorziehen, die Unternehmen entlasten, unnötige Bürokratie abbauen, die EU-Wettbewerbsfähigkeit stärken sowie Spielraum für öffentliche und private Investitionen schaffen." 

Wansleben: "Für die Brüsseler wie für die Berliner Politik gilt: Neue Belastungen müssen hintangestellt werden, um den konjunkturellen Neustart nicht zusätzlich zu erschweren."

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Dr. Martin Wansleben Hauptgeschäftsführer

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Thomas Renner Pressesprecher | Leiter des Presseteams