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Wansleben: "Jetzt die richtigen Impulse setzen"

Konjunkturentwicklung im ersten Quartal stimmt DIHK besorgt
Geschlossenes Geschäft mit Hinweisschild "ZU"

Geschlossene Geschäfte – kein Umsätze: Der Shutdown hat tiefe Spuren in der Konjunktur hinterlassen

© DIHK / Jens Schicke

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes im ersten Quartal um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft. Und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht davon aus, dass die Lage für viele Betriebe schwierig bleiben wird.

"Die rückläufige Entwicklung im ersten Quartal dokumentiert den Beginn des wirtschaftlichen Einbruchs", stellt DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben fest. "Zusätzlich müssen wir davon ausgehen, dass die Lage für viele Betriebe trotz der Lockerungen auch weiterhin angespannt bleibt."

Wansleben verweist auf die jüngste DIHK-Blitzumfrage, der zufolge sogar 80 Prozent der Unternehmen für das Jahr 2020 mit Umsatzrückgängen rechnen. Mehr als ein Drittel erwarten die Rückkehr zu Vor-Corona-Zeiten frühestens für 2021.

Liquidität ist jetzt wichtig

"Daher sind jetzt weitere Impulse erforderlich, die möglichst vielen Betrieben in der Breite wieder mehr wirtschaftliche Chancen eröffnen", betont Wansleben. "Eine Erweiterung der Möglichkeiten, aktuelle Verluste kurzfristig steuerlich zu berücksichtigen, würde den Unternehmen die dringend benötigte Liquidität verschaffen. Steuerrückzahlungen der Finanzämter könnten die Betriebe sofort in den Re-Start investieren."

Sicherheit für die Betriebe steigern

Außerdem benötigten auch die Unternehmen mehr Sicherheit im täglichen Umgang mit dem Virus, gibt der DIHK-Hauptgeschäftsführer zu bedenken. "Einfache und möglichst leicht zugängliche Testverfahren oder auch die Tracing-App erlangen so unmittelbare Bedeutung für den Alltag in den Unternehmen und die wirtschaftliche Entwicklung."

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Porträtfoto Katharina Huhn, Referatsleiterin Konjunktur, Wachstum, Unternehmensbefragungen
Katharina Huhn Referatsleiterin Konjunktur, Wachstum, Unternehmensbefragungen

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Porträtbild Petra Blum, Pressesprecherin
Petra Blum Pressesprecherin