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Wasserstoff birgt für Unternehmen viele Zukunftschancen

DIHK veröffentlicht Handlungsempfehlungen und ein Faktenpapier
Wassermoleküle

Energielieferant der Zukunft: Wasser

© smirkdingo / iStock / Getty Images Plus

Ohne Wasserstoff dürften die ambitionierten Klimaziele Deutschlands und Europas kaum erreichbar sein. Was passieren muss, damit die Betriebe die "Kohle der Zukunft" auch rasch einsetzen können, hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in insgesamt zwölf Vorschlägen zusammengefasst.

Wie Deutschland will die Europäische Union das Thema massiv vorantreiben und dazu am 8. Juli ihre Wasserstoffstrategie vorstellen.

Auch der DIHK misst dem Energieträger enormes Potenzial bei: "Wasserstoff bietet den Betrieben viele Zukunftschancen", lobt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. "Das gilt nicht nur für die klimafreundliche Umstellung der eigenen Produktion auf CO2-neutral produzierten Wasserstoff." Rund um Wasserstoff und Brennstoffzellen könnten die Hersteller von Maschinen und Anlagen neue Geschäftsfelder entwickeln und die starke Position der deutschen Technologieanbieter auf den Weltmärkten ausbauen, so Schweitzer.

Der Weg zu einem funktionierenden Markt

"Damit diese Chancen genutzt werden können, brauchen wir einen funktionierenden Markt, auf dem klimaneutral produzierter Wasserstoff als sicheres und bezahlbares Produkt gehandelt wird", betont der DIHK-Präsident. Die IHK-Organisation habe hierzu konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet.

Im Mittelpunkt stehe dabei der Wettbewerb um günstigen Wasserstoff: "Dafür brauchen wir zum einen Technologieoffenheit bei der Herstellung", stellt Schweitzer klar. "Wasserstoff aus erneuerbarem Strom ('grüner Wasserstoff'), hergestellt in Deutschland, kann den Bedarf auf absehbare Zeit nicht decken."

Zum anderen müssten die Produktionskosten für Wasserstoff aus Ökostrom hierzulande sinken. "Erreichen wollen wir das, indem wir Strom durch weniger Nebenkosten billiger machen", erläutert der DIHK-Präsident. "Möglichkeiten gibt es genug – beispielsweise durch die Senkung der EEG-Umlage. Attraktiver wird der Wasserstoff auch, weil die fossilen Energieträger wie Erdgas ab dem nächsten Jahr durch den CO2-Aufschlag deutlich teurer werden."

Übergangslösung Zertifikatehandel

Um die Nachfrage anzukurbeln, benötige Deutschland vor allem eine geeignete Lieferinfrastruktur, also Pipelines und Tankstellen, so Schweitzer weiter. Doch nicht jeder Industriebetrieb werde sofort einen Wasserstoffanschluss erhalten.

 "Daher müssen wir uns übergangsweise mit dem Kauf von Zertifikaten über klimaneutralen Wasserstoff behelfen. Der Betrieb bezieht aber vorerst weiter Erdgas", schlägt der DIHK-Präsident vor. "Das entspricht der derzeitigen Praxis beim Ökostrom. Hier erwerbe ich auch einen sogenannten Herkunftsnachweis für den grünen Strom – aus der Steckdose kommt aber der regionale Mix."

Seine insgesamt zwölf Handlungsempfehlungen hat der DIHK in einem Positionspapier zusammengefasst

"Ein Markt für Wasserstoff – Leitlinien des DIHK" (PDF, 219 KB)

Wissenswertes rund um das Thema können Sie auch einem aktuellen DIHK-Faktenpapier entnehmen:

DIHK-Faktenpapier Wasserstoff (PDF, 1 MB)

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Christian Gollnick Referatsleiter Energieeffizienz und Klimaanpassung

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