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Wirtschaft benötigt zukunftsorientierte Investitionen

Martin Wansleben: Von außen keine Impulse zu erwarten
Konjunktur: Chart, Grafik auf dem Bildschirm

Wenig Anlass zur Euphorie geben die aktuellen Kojunkturdaten

© golero / iStock / Getty Images Plus

Angesichts der anhaltenden Schwächephase der deutschen Konjunktur mahnt Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Deutschland müsse "gerade jetzt klug in die Zukunft investieren".

"Die Abkühlung trifft die Breite der Wirtschaft", kommentiert Wansleben die jüngste Herbstprognose, in der die Bundesregierung das Wirtschaftswachstum für 2019 auf magere 0,5 Prozent und für 2020 auf 1,0 Prozent veranschlagt. Die Konjunktur werde "nur noch durch eine recht gute Binnennachfrage gestützt".

Von außen seien keine Impulse zu erwarten, bedauert der DIHK-Hauptgeschäftsführer: "Eine schwache europäische Wirtschaft und eine wenig dynamische Weltwirtschaft sorgen für eine geringe Nachfrage nach deutschen Produkten." Hinzu kämen zahlreiche Handelskonflikte, deren Lösungen in weiter Ferne lägen. Zusätzlich belasteten die in dieser Woche verhängten neuen US-Zölle auf europäische Produkte viele deutsche Unternehmen.

Wansleben: "Die Bundesregierung sollte deshalb dringend die Weichen für Unterstützung hierzulande stellen. Die erheblichen Überschüsse in den öffentlichen Haushalten sollten genutzt werden, um die deutsche Wirtschaft zukunftsfest zu machen."

Nach Auffassung des DIHK muss mehr investiert werden: in kluge Köpfe, in eine moderne Infrastruktur und in einen größeren Freiraum für Unternehmen. Als zentrale Herausforderungen nennt Wansleben eine Erhöhung des Tempos bei der Digitalisierung, eine deutliche Verringerung der Bürokratie und die Sicherung des Fachkräfteangebotes. "Denn im internationalen Vergleich hinkt Deutschland bei den Investitionen in die Zukunft bereits hinterher."

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