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Klimaziele erreichen mit grünem Wasserstoff und Partnern weltweit

Ein aus Blättern geformtes H2-Symbol schwebt über einer grünen Wiese vor blauem Himmel

Ebnet Wasserstoff den Weg in eine grüne Zukunft?

© Petmal / iStock / Getty Images Plus

Zukunftsperspektive Wasserstoff? Das Gas mit der Formel Hgilt in Ergänzung zu grünem Strom als möglicher Schlüssel für das Erreichen der Klimaziele Deutschlands und Europas. Erzeugt werden kann es in verschiedenen Verfahren – das gebräuchlichste, auf das auch die Bundesregierung in ihrer Klimastrategie setzt, ist die Herstellung per Elektrolyse aus Wasser. Wird dabei Strom aus erneuerbaren Energien genutzt, spricht man von grünem Wasserstoff.

Für 2030 erwartet die Bundesregierung einen Bedarf von 90 bis 110 Terawattstunden Wasserstoff in Deutschland. Einigkeit besteht darin, dass Deutschland diesen Bedarf nicht aus heimischer Produktion decken kann. Die Frage ist also: Wie und vor allem woher erhält man CO2-neutralen und bezahlbaren Wasserstoff in ausreichenden Mengen?

Chancen für Klima und Anbieter im In- und Ausland

Der energiepolitische Fokus, den Deutschland und weitere Industrienationen auf grünen Wasserstoff legen, macht diesen nicht nur in der Anwendung, sondern auch als Importprodukt attraktiv. Länder wie Marokko, Saudi-Arabien, Chile, Australien und Südafrika positionieren sich mit vorteilhaften Produktions- und Rahmenbedingungen als Lieferanten für grünen Wasserstoff. Der Energieträger bietet demnach nicht nur große Klimaschutz- und Technologiepotenziale für die deutsche Wirtschaft, er eröffnet auch den Lieferländern Chancen für eine wirtschaftliche Diversifizierung. Gleichzeitig könnten deutsche Technologie- und Systemanbieter ihre Position im Zuge eines internationalen H2-Markthochlaufs auf den Weltmärkten ausbauen und regionale Kooperationen initiieren.

Nachfrage nach Kooperationen in aller Welt steigt

Der Ausbau internationaler Wasserstoff-Partnerschaften ist von großer Bedeutung, um Optionen für Produktion, Lieferung und Anwendung entsprechender Technologien auszuloten. Die Bundesregierung sieht hierfür zunächst rund zwei Milliarden Euro vor. Energiepartnerschaften und -dialoge, wie sie beispielsweise das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bereits mit mehr als 20 Ländern abgeschlossen hat, sind zentrale Instrumente der internationalen Wasserstoff-Kooperationen.

Auch andere Ressorts fördern grenzüberschreitende Projekte zum grünen Wasserstoff, etwa das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit der Exportinitiative Umwelttechnologien. Eine nationale und internationale Koordination und Abstimmung der verschiedenen Aktivitäten wird daher immer relevanter.

AHKs als starke Partner der Wasserstoffwirtschaft vor Ort

Die in 92 Ländern vertretenen deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) sind prädestiniert dafür, die internationalen Energie- und Wasserstoff-Partnerschaften der Bundesregierung im Sinne der deutschen Wirtschaft zu fördern und zu flankieren. In Brasilien, Chile, Australien, Saudi-Arabien, Südafrika und Marokko werden beispielsweise AHK-Allianzen für grünen Wasserstoff gebildet. Diese setzen Aktivitäten wie Workshops, Delegationsreisen und Kongresse auf.

Gleichzeitig sind in diesen und weiteren Ländern Plattformen im Aufbau, die Unternehmen bei der Bildung von Konsortialprojekten im Industriemaßstab unterstützen. Die AHKs erarbeiten zusätzlich Sektorstudien, die Unternehmen, Zulieferer, Verbände und Institutionen im Umfeld der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie identifizieren und ihnen zukünftige Herausforderungen und Chancen aufzeigen. 
 

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