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Die "Wirtschaftsweise" Veronika Grimm begrüßt Markus Brunnermeier von der Princeton University, der auch die Keynote über "Wirtschaft im Wandel" gehalten hat. Links im Bild: der Düsseldorfer Volkswirtschaftsprofessor Justus Haucap, einst Vorsitzender der Monopolkommission.
"Wir brauchen dringend mutige Reformen", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov zur Eröffnung der Konferenz. "Eine enge Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ist dafür sehr wichtig." Co-Gastgeber Jörg Rocholl, Präsident der ESMT, verdeutlichte die Größe der Herausforderung: "Selbst wenn jetzt die Rente oder auch andere Reformvorhaben durch sind – das ist ja nicht das Ende dessen, was diskutiert werden muss."
In seiner Keynote zur "Wirtschaft im Wandel" präsentiert Princeton-Ökonom Markus Brunnermeier eine "10-Punkte-Agenda für Deutschland". Dazu gehören nicht nur richtige Einzelentscheidungen, sondern auch ein "neuer roter Faden" für ein Gesamtnarrativ. Statt sich auf "Risiken minimieren, Änderungen abwehren" zu konzentrieren, müsse Deutschland mehr Mut zum "Experimentieren und Hinschwenken zum Neuen" entwickeln, so Brunnermeier.
Die Rolle der IHKs im Wandel der Wirtschaft
Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen und Mitglied im Volkswirte-Kreis der Industrie- und Handelskammern, thematisiert die Rolle der Kammern bei den anstehenden Transformationsprozessen. Sie fördern im Wandel Resilienz und Rahmenbedingungen der Unternehmen in einer stabilen Marktwirtschaft.
Muss der Ordnungsrahmen der sozialen Marktwirtschaft angepasst werden? Sehr differenzierte Antworten dazu diskutierten (v.l.) Ex-Sachverständigenrat-Vorsitzender Lars Feld, Jörg Rocholl (ESMT), aktuelles Sachverständigenrat-Mitglied Veronika Grimm, Moderatorin Inga Michler, Stefan Kolev vom Ludwig-Erhard-Forum, Antje Rummer von der FU Berlin, Nicola Fuchs-Schündeln von der Goethe-Universität Frankfurt und Stefan Kooths vom Kiel-Institut für Weltwirtschaft.
Wachstum braucht Veränderung
Mehr Freiheit und Vertrauen in die Leistungsträger der Unternehmen, Wissenschaft und Kommunen – fordert die Wirtschaftsweise Veronika Grimm. Die bräuchten Handlungsspielräume, damit daraus auch Wachstum entstehen könne. Sitznachbar Jörg Rocholl weist auf fehl geleitetes Kapital in Deutschland hin: Rund 40 Prozent der Ersparnisse lagerten in Sicht- und Sparanlagen mit negativen Realrenditen.
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen kämpften oft mit aufwendigen Ursprungsnachweisen, die sie im Rahmen von internationalen Handelsabkommen für ihre Produkte vorlegen müssten, so Lisandra Flach vom ifo-Institut München, eine gebürtige Brasilianerin. Deshalb müssten die Abkommen mittelstandsfreundlicher und pragmatischer gestaltet werden.
Rainer Kambeck (r.), selbst Volkswirt aus der Wissenschaft sowie inzwischen als DIHK-Bereichsleiter täglich an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft unterwegs, hat das Programm und die Panels zusammen mit ESMT-Präsident Jörg Rocholl (l.) zusammengestellt.
Ministerin Prien: Bildung und Beruf zusammen denken
Bundesbildungsministerin Karin Prien zeigte sich überzeugt: "Wenn wir Bildung und Beruf von Anfang an zusammen denken, können wir dem Fachkräftemangel nachhaltig begegnen."
Peter Adrian lobte die Leistungen der jungen Leute und ihrer Betriebe. Und er stellte klar: "Wer etwas Handfestes kann und wer nah am Kunden ist, der hat eine gute berufliche Zukunft vor sich."
Mit Brief und Siegel
Swaantje Creusen, Vorsitzende des DIHK-Bildungsausschusses, übergab die Urkunden und Auszeichnungen
Thore Schölermann moderierte bereits zum vierten Mal die Nationale Bestenehrung
Reihenweise Spitzenleistungen
Für jedes Bundesland – hier Niedersachsen – versammelten sich die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen zum Gruppenbild
"Familienfoto" mit Ministerin
Über die gelungene Veranstaltung freuten sich unter anderem (erste Reihe von links): Moderator Thore Schörmann, DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov, Bundesministerin Karin Prien, Ausschussvorsitzende Swaantje Creusen und DIHK-Präsident Peter Adrian