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10 Jahre EU-Zentralamerika-Abkommen

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Containerhafen

Ziel des Abkommen ist es, die Zölle zu senken und die Effizienz der Zollverfahren zu erhöhen

© Bespalyi / iStock / Getty Images Plus

Am 23. Juni feierten die EU und ihre zentralamerikanischen Partner den 10. Jahrestag der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Zentralamerika. Auf der jährlichen Sitzung des Assoziationsausschusses einigten sich die EU, Costa Rica, El Salvador, Honduras, Guatemala, Nicaragua und Panama darauf, das Abkommen weiter zu vertiefen und elf neue geografische Angaben aus Zentralamerika direkt im Rahmen des Abkommens zu schützen.

Die Parteien vereinbarten außerdem, ihre gemeinsamen Regeln zu modernisieren, um die Zollvorschriften und -verfahren zu vereinfachen.

Seit der Unterzeichnung des Abkommens im Jahr 2012 ist der Gesamthandel von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf ein Allzeithoch von 12,9 Milliarden Euro im Jahr 2021 gestiegen, was einer Zunahme von 67 Prozent entspricht. Die EU-Exporte nach Zentralamerika sind um 20 Prozent gestiegen. Vor allem Produkte mit höherer Wertschöpfung haben davon profitiert: Mechanische und elektrische Maschinen waren mit jährlichen Ausfuhren von über 1,1 Milliarden Euro während des gesamten Zeitraums die wichtigste Kategorie der EU-Ausfuhren. Auch pharmazeutische Erzeugnisse verzeichneten ein deutliches Wachstum, wobei die EU-Ausfuhren um über 90 Prozent stiegen.

Auch die zentralamerikanischen Ausfuhren in die EU haben mit einem Anstieg von 86 Prozent erheblich zugenommen. Zentralamerika ist ein wichtiger Lieferant von klimaspezifischen, landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die in Europa sehr gefragt sind. Die wichtigsten Kategorien sind Agrarprodukte wie Bananen, Kaffee und Zucker, deren Importe von 2,8 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf 4 Milliarden Euro im Jahr 2021 gestiegen sind – ein Wachstum von 44 Prozent. Bei den Kaffeespezialitäten ist Honduras allein schon der zweitgrößte Lieferant von Bio-Kaffee in die EU. Auch bei den Industrieerzeugnissen ist seit der Unterzeichnung des Abkommens ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen; so sind beispielsweise die EU-Einfuhren optischer und medizinischer Geräte aus Zentralamerika von 189 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2021 gestiegen – ein Zuwachs von fast 600 Prozent.

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Mann im Haus der Deutschen Wirtschaft
Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen