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DIHK-Stellungnahme zur Erneuerbare-Energien-Richtlinie

Unternehmerische Investitionen ermöglichen
Großflächige Solaranlage

Investitionen in erneuerbare Energien sollen für Betriebe vereinfacht werden

© Zhihao / Moment / Getty Images

Mit ihrem Fit for 55-Gesetzgebungspaket hat die Europäische Kommission unter anderem vorgeschlagen, die Erneuerbare-Energien-Richtlinie erneut zu überarbeiten. Der DIHK hält die Überarbeitung der Richtline für dringend erforderlich, um sicherzustellen, dass den Unternehmen große Mengen klimafreundliche Energieträger zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung stehen.

Denn nur so können viele Betriebe auf die durch den Green Deal steigenden CO2-Preise und strengeren Auflagen mit Investitionen in den Umbau ihrer Energieversorgung und Produktionsverfahren reagieren.

Konkret regt der DIHK in seiner Stellungnahme (PDF, 287 KB) an, die Rahmenbedingungen für die Eigenversorgung inklusive gemeinschaftlicher Eigenversorgung zu verbessern, um Investitionen aus allen Teilen der Wirtschaft in erneuerbare Energien zu erleichtern. Bei den Regeln zu Direktlieferverträgen, so genannte PPAs (Power Purchase Agreements), sieht der DIHK ebenfalls Verbesserungspotenziale wie eine weitergehende Befreiung von nicht gerechtfertigten Umlagen. Zugleich sollte in der Richtlinie stärker das Ziel eines Ausbaus der erneuerbaren Energien im Stromsektor ohne staatliche Förderung verankert werden.

Zudem empfiehlt der DIHK ein einheitliches Zertifizierungs- und Herkunftsnachweissystem für alle erneuerbare und CO2-arme Gase, um einen zügigen und breiten Markthochlauf klimafreundlicher Gase zu begünstigen und durch Technologieneutralität kosteneffizienten Klimaschutz zu betreiben. Die von der Kommission vorgeschlagene Lösung, die sich auf erneuerbare Gase und eine enge Verknüpfung des Handels und der physischen Lieferung beschränkt, würde diesem Ziel im Wege stehen.

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Porträtfoto Julian Schorpp
Julian Schorpp Referatsleiter Europäische Energie- und Klimapolitik