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Einheitliches Ladegerät: Vorläufige politische Einigung

Auf Unternehmen kommen neue Vorgaben zu
Ladekabel in einer Mehrfachsteckdose

Seit 2009 will die EU für mehr Umweltschutz und Benutzerfreundlichkeit einheitliche Ladegeräte einführen

© Andranik Hakobyan / iStock / Getty Images Plus

In den Verhandlungen zur Vereinheitlichung von Ladegeräten für elektronische Geräte in der EU gibt es eine vorläufige politische Einigung zwischen Rat und EU-Parlament. Hintergrund ist die geplante Überarbeitung der so genannten Funkanlagenrichtlinie (EU) 2014/53.

Durch die Vereinheitlichung soll etwa der Umfang von Elektroabfällen in der EU reduziert werden. USB-C wird demnach zum neuen Standardanschluss für zahlreiche elektronische Geräte, auf welchen betroffene Unternehmen sich potenziell einstellen müssen. Umfasst sind demnach etwa Tablets, Mobiltelefone oder tragbare Navigationssysteme.

Zur verpflichtenden Umsetzung der Regeln sieht die vorläufige Einigung einen Zeitraum von höchstens 24 Monaten ab Inkrafttreten der Richtlinie vor. Die Anwendung der neuen Vorgaben auf tragbare Computer soll demnach 40 Monate ab Inkrafttreten der Richtlinie einsetzen. Auch sieht die vorläufige Einigung unter anderem eine neue Pflicht zur Kennzeichnung auf betroffenen Produkten zu einem enthaltenen Ladegerät in Form eines Piktogramms vor. Ausgangspunkt der Richtlinienüberarbeitung war ein Vorschlag der Europäischen Kommission vom 23. September 2021. Im nächsten Schritt müssen Rat und EU-Parlament der vorläufigen politischen Einigung noch formell zustimmen.

Kontakt

Moritz Hundhausen
Moritz Hundhausen Referatsleiter Europäische Umwelt- und Rohstoffpolitik