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Erasmus+: 3 Milliarden Euro für allgemeine und berufliche Bildung

Beteiligungsmöglichkeit auch für Betriebe
Drei Personen arbeiten an dem Unterboden eines Autos

Erasmus+ bietet verschiedene Mobilitäts- und Kooperationsmöglichkeiten in der beruflichen Aus- und Weiterbildung

© Peter Muller / Image Source / Getty Images

Die EU-Kommission hat am 23. November für das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ einen neuen Aufruf mit Leitfaden für die europaweite Unterstützung von grenzüberschreitenden Mobilitäts- und Kooperationsprojekten in der allgemeinen und beruflichen Bildung veröffentlicht. Dafür stellt die EU in 2023 insgesamt 2,980 Milliarden Euro zur Verfügung.

Auch deutsche Unternehmen können über die Förderung von Lern- und Arbeitserfahrung ihrer Auszubildenden und ihres Ausbildungspersonals profitieren. Förderanträge müssen bis zum 23. Februar 2023 bei der für die nationale Durchführung zuständigen Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn (NA beim BIBB) eingereicht werden. Sie kann im nächsten Jahr knapp 81 Millionen Euro für deutsche Mobilitäts- und Kooperationsprojekte vergeben.

Seit 1987 hat Erasmus+ fast 13 Millionen vor allem junge Europäerinnen und Europäer dabei unterstützt, im EU-Ausland und auch darüber hinaus zu lernen, zu arbeiten oder sich weiterzubilden. Darunter waren circa 1,65 Millionen Teilnehmer aus Deutschland. Für die laufende Programmperiode 2021 bis 2027 verfügt ERASMUS+ über ein Budget von 26,2 Milliarden Euro.

In Deutschland wird ca. jede zweite Auslandsmobilität in der beruflichen Bildung durch dieses Programm gefördert. In 2019, vor der Covid-19-Pandemie, nutzten fast 27.000 deutsche Teilnehmer aus der beruflichen Bildung dieses Programm. Mittlerweile nähern sich die Antragszahlen wieder dieser Höchstmarke an. Unternehmen profitieren dabei von den erworbenen Fremdsprachenkenntnissen und interkulturellen Kompetenzen der Programmteilnehmer insbesondere bei Verhandlungen mit ausländischen Kunden. 

Die IHK-Organisation berät und unterstützt Betriebe über ihr bundesweites Netzwerk Berufsbildung ohne Grenzen bei der Planung und Durchführung von Auslandsaufenthalten ihrer Auszubildenden und Ausbilder durch eigene Mobilitätsberater an den IHKs. 

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Barbara Fabian Referatsleiterin EU-Bildungspolitik