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Erasmus+: Neues Akkreditierungsverfahren gestartet

Mehr Planungssicherheit für betriebliche Entsendungen ins Ausland
Schülerin und Schüler bei Gruppenarbeit

Deutschland mit seiner global vernetzen Wirtschaft benötigt auslandserfahrene Fachkräfte in den Betrieben

© Hinterhaus productions / Stone / Getty Images

Unternehmen und Kammern können bis zum 29. Oktober eine Akkreditierung für die Förderung von grenzüberschreitenden Arbeits- und Lernaufenthalte ihrer Auszubildenden, Ausbilder oder jungen Fachkräfte unter dem EU-Bildungsprogramm Erasmus+ beantragen. Dazu hat die EU-Kommission aufgerufen.

Die Akkreditierung soll in der neuen Programmlaufzeit 2021-2027 zum zentralen Zugangsinstrument für Antragsteller werden.

Nach erfolgreicher Erasmus+-Akkreditierung können Antragsteller jährlich Fördermittel für ihre Auslandsentsendungen anfordern und haben – anders als bei der bisherigen Förderung von Einzelprojekten – die Sicherheit, dass sie bei entsprechender Anfrage diese Mittel auch bis zum Ende der Programmperiode erhalten. Zudem können nur akkreditierte Einrichtungen einen Teil der Fördermittel für weltweite Mobilitäten im Ausland verwenden, also über die 33 europäischen Länder hinaus, die an Erasmus+ teilnehmen.

Für eine Akkreditierung müssen Unternehmen oder andere Antragsteller im Antragsformular den sogenannten Erasmus -Plan darlegen. Dazu gehören Arbeitsschwerpunkte und Ziele ihrer grenzüberschreitenden Bildungsaktivitäten, eine Selbstverpflichtung zur Einhaltung der Erasmus-Qualitätsstandards sowie ein Managementplan der Aktivitäten.

Die für Berufliche Bildung in Erasmus+ zuständige Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) wird am 15. Juli in einer digitalen Veranstaltung über diese Neuregelung informieren und darüber auch Antragsteller individuell beraten.

Deutschland mit seiner global vernetzen Wirtschaft benötigt auslandserfahrene und fremdsprachenversierte Fachkräfte in den Betrieben.  2019 – vor der Pandemie – lag die nationale Quote von Auszubildenden mit Auslandserfahrung bei circa sieben Prozent. Nach Angabe der NA beim BIBB deckte Erasmus+ dabei 65 Prozent der gesamten grenzüberschreitenden Mobilität und 90 Prozent der öffentlich geförderten Mobilität in der Berufsbildung ab.

Die vom Deutschen Bundestag 2018 eingesetzte Enquete-Kommission für Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt hat bei der Vorlage ihres Berichtes am 22. Juni empfohlen, für 2030 eine nationale Mobilitätsquote von 20 Prozent in der Berufsbildung anzustreben.

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Barbara Fabian Referatsleiterin EU-Bildungspolitik