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EU-Bericht: Exporte stützen 38 Millionen Arbeitsplätze

Deutsche Ausfuhren schaffen in Nicht-EU-Ländern rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze
Blick von oben auf einen Frachthafen mit vielen Containern

Export schafft Millionen von Arbeitsplätzen in der EU

© xPacifica / Stone / Getty Images

Über 38 Millionen Arbeitsplätze in der EU hängen von EU-Ausfuhren ab, 11 Millionen mehr als noch vor zehn Jahren – das geht aus dem neuesten Bericht der EU-Kommission hervor. Diese Arbeitsplätze sind im Durchschnitt 12 Prozent besser bezahlt als die der Gesamtwirtschaft.

Der Anstieg der exportgestützten Arbeitsplätze folgt auf einen noch stärkeren Anstieg der EU-Ausfuhren: Neben einem Anstieg der exportbezogenen Arbeitsplätze um 75 Prozent zwischen 2000 und 2019 nahmen die Gesamtausfuhren um 130 Prozent zu. 93 Prozent aller EU-Exporteure sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die EU-Kommission zieht aus diesen Zahlen den Schluss, dass mehr Handel mehr Arbeitsplätze bedeute, und der beste Weg, dies zu steigern, die Sicherung neuer Möglichkeiten durch Handelsabkommen und deren sorgfältige Durchsetzung sei.

Die veröffentlichten Zahlen stellen auch einen bedeutenden positiven Spillover-Effekt innerhalb der EU durch Ausfuhren in die Welt heraus. Wenn es den EU-Exporteuren in einem Mitgliedstaat gut geht, sichert das durchaus auch Arbeitsplätze in anderen Mitgliedstaaten, so die Kommission. Dies liege daran, dass Unternehmen, die Waren und Dienstleistungen entlang der Lieferkette anbieten, ebenfalls profitieren, wenn ihr Endkunde das Endprodukt im Ausland verkauft. So unterstützen beispielsweise die deutschen Exporte in Nicht-EU-Länder rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze in anderen EU-Mitgliedstaaten. Darüber hinaus unterstützen die EU-Ausfuhren in Länder in aller Welt fast 24 Millionen Arbeitsplätze außerhalb der EU. Diese Arbeitsplätze haben sich seit 2000 mehr als verdoppelt.

So werden beispielsweise 1,5 Millionen Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten, 2,2 Millionen in Indien und 530.000 in der Türkei durch die Produktion von Waren und Dienstleistungen in diesen Ländern unterstützt, die über globale Lieferketten in die EU-Exporte einfließen. Schließlich geht die Studie auch auf die geschlechtsspezifische Verteilung ein und kommt zu dem Schluss, dass in der EU mehr als 14 Millionen Frauen in handelsgestützten Berufen tätig sind.

Kontakt

Mann im Haus der Deutschen Wirtschaft
Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen