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EU-Globalisierungsfonds unterstützt Beschäftigung und betriebliche Fachkräftesicherung

56 Millionen Euro für deutsche Maßnahmen
Mann mit Tablett in der Hand spricht vor einer Gruppe

Der EGF unterstützt die EU-Mitgliedstaaten bei strukturellen Krisen

© Luis Alvarez / DigitalVision / Getty Images

Der Europäische Fonds für die Anpassung an die Globalisierung zugunsten entlassener Arbeitnehmer (EGF) unterstützt seit 2007 EU-weit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Zuge zum Beispiel der Globalisierung, einer Finanz- oder Wirtschaftskrise, Digitalisierung und Automatisierung sowie beim Übergang zu einer grünen Wirtschaft, ihren Arbeitsplatz verloren haben. Auch Deutschland hat bisher vom EGF 56 Millionen Euro erhalten.

Aktuell wurde im August 2022 das EGF-Förderprojekt für ehemalige Beschäftigte der Gießereien der GMH Gruppe an den Standorten Mülheim an der Ruhr, Schwerte und Gevelsberg operativ abgeschlossen. Von den 475 Projektteilnehmenden befanden sich zum August 2022 insgesamt 253 Personen wieder in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und zwei Personen waren selbständig beschäftigt. Das entspricht einer Integrationsquote von fast 54 Prozent. Es wird erwartet, dass dieser Wert in den kommenden Monaten noch steigt, wenn derzeit in Arbeitslosigkeit befindliche Personen ihre Umschulungen beziehungsweise Weiterbildungen abgeschlossen haben. 

Aufgrund einer anhaltenden deutlichen Verlagerung der Herstellung von Gießereiprodukten in den Bereichen Pkw- und Lkw-Produktion sowie Maschinenbau ins außereuropäische Ausland sowie der hatten in diesem Fall etwa 585 Arbeitnehmende ihre Beschäftigung verloren. Um die entlassenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrer Suche nach einem neuen Arbeitsplatz gezielt zu unterstützen, stellte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales einen EGF-Antrag bei der EU-Kommission, für den 1,1 Millionen Euro aus Brüssel bewilligt wurden. 

Durch die EGF-Förderung konnten bestehende Vermittlungs-, Beratungs- und Qualifizierungsangebote der Transfergesellschaft sinnvoll ergänzt werden. Ermöglicht wurden beispielsweise Fortbildungen im Bereich digitale Grundbildung, Sprachkurse oder Weiterbildungen im Bewachungsgewerbe. Weiterhin hatten die Teilnehmer durch den Einsatz der EU-Mittel die Möglichkeit, ihr Wissen auszutauschen, Beratungen und Unterstützung zur Existenzgründung in Anspruch zu nehmen oder nach der Arbeitsaufnahme noch weiterhin durch einen Jobscout und Berater begleitet zu werden. Bisher hat Deutschland elf EGF-Anträge erfolgreich gestellt, unter anderem Heidelberger Druckmaschinen, Nokia, Automotive Düsseldorf, aleo solar und Solar.

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Barbara Fabian Referatsleiterin EU-Bildungspolitik