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EU-Kommission genehmigt weitere Maßnahmen zur deutschen Energiewende

Zusätzliche Förderung von Solaranlagen
Windradanlange

Die zusätzlichen Maßnahmen ergänzen das EEG und leisten einen weiteren Beitrag zum Green Deal

© SanderStock / iStock / Getty Images Plus

Die Bundesregierung darf den Ausbau von erneuerbaren Energien in Deutschland zusätzlich fördern. Die Maßnahmen sind erforderlich, um Treibhausgasemissionen zu verringern und den nötigen grünen Strom für die Dekarbonisierung der Wirtschaft zu liefern.

Konkret gibt die EU-Kommission damit grünes Licht für drei Maßnahmenpakete, bei denen sich Deutschland zu einer stärkeren Marktorientierung bei der Ökostromförderung verpflichtet.

Erstens sollen Innovationsausschreibungen mithilfe von gleitenden statt festen Marktprämien an stark volatile Strompreise angepasst werden. Damit wird die Überkompensation von Stromerzeugern bei hohen Strompreisen vermieden, während bessere Planbarkeit für Unternehmen ermöglicht wird.

Zweitens werden finanzielle Anreize für Verbraucher in Bezug auf privatbetriebene Photovoltaikanlagen geschaffen. So soll mehr Strom in das öffentliche Netz eingespeist werden, statt ihn ausschließlich für den Eigenverbrauch zu nutzen. Das erhöht die Nachfrage nach entsprechenden Geräten und soll den Strompreis stabilisieren.

Drittens wird eine weitere Ausschreibungsrunde zu Freiflächen- und Dachflächen-Photovoltaikanlagen für 2022 ermöglicht. Da das angestrebte Ausschreibungsvolumen in den letzten Runden nicht erreicht werden konnte, sollen die Bedingungen zur Wettbewerbsfähigkeit der unternehmensbezogenen Gebote nun erleichtert werden.

Für die deutschen Betriebe bedeuten diese Maßnahmen, wenn zielführend umgesetzt, eine bessere Netzstabilität bei größer werdenden Investitionsanreizen und steigendem Bedarf für Photovoltaikanlagen. Für Stromerzeuger werden die Chancen für Überkompensation im Rahmen von Innovationsausschreibungen zwar verringert, im Gegenzug steigt jedoch die finanzielle Planbarkeit.

Kontakt

Porträtfoto Josephine Möslein
Josephine Möslein Referatsleiterin Europäische Energie- und Klimapolitik