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EU-Kommission konsultiert zur Strategie für eine nachhaltige und intelligente Mobilität

CO2-Verkehrsemissionen sollen bis 2050 um 90 Prozent sinken
LKW und PKWs auf Autobahn im Abendlicht

2017 entfiel etwa ein Viertel aller EU-Treibhausgasemissionen auf den Verkehrssektor

© RistoArnaudov / E+ / Getty Images

Ende des Jahres will die EU-Kommission als Teil des Green Deal der EU eine Strategie vorlegen, die unter anderem dazu beitragen soll, die CO2-Emissionen des Verkehrs bis zum Jahr 2050 um 90 Prozent zu senken. Interessenträger können verschiedene Prioritäten und Ansätze bis zum 23. September im Rahmen einer öffentlichen Konsultation bewerten.

Mit dem Green Deal hat sich die Europäische Union das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 der erste treibhausgasneutrale Staatenverbund zu werden. Konkret bedeutet dies, dass die CO2-Emissionen insgesamt um weit über 90 Prozent reduziert und unvermeidbare Emissionen durch Entnahmen von CO2 aus der Atmosphäre kompensiert werden.

Auch der Verkehrssektor muss einen Beitrag leisten, weshalb die EU-Kommission im 4. Quartal 2020 eine Strategie für eine nachhaltige und intelligente Mobilität vorlegen will. Sie soll Ziele und Maßnahmen beschreiben, die eine Reduktion der Treibhausgasemissionen des Sektors um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 ermöglichen.

Bislang konnten die absoluten Emissionen nicht gesenkt werden, da die gestiegene Verkehrsleistung zu Mehremissionen geführt hat, die durch signifikante Effizienzsteigerungen bei den Antriebstechnologien nicht verhindert werden konnten. Im Jahr 2017 entfiel etwa ein Viertel aller Treibhausgasemissionen der EU auf den Verkehrssektor. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Strategie wird nach Angaben der Kommission die Digitalisierung sein. Zudem sollen Lehren aus der Coronavirus-Pandemie in Bezug auf die Widerstandsfähigkeit des Sektors gezogen werden. 

Konkret hat die Europäische Kommission im Rahmen des Green Deal bereits angekündigt, die Flottengrenzwerte für PKW und leichte Nutzfahrzeuge schon im nächsten Jahr überarbeiten zu wollen. Zudem sollen der Seeverkehr erstmals und der Flugverkehr stärker in den Europäischen Emissionshandel integriert werden.

Direkten Bezug zur Mobilitätsstrategie haben auch die angekündigte Überarbeitung der Energiebesteuerungsrichtlinie und die geplante Bewertung und etwaige Überarbeitung der Richtlinie über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe.

Die Teilnahme an der Konsultation ist über die Webseite der Europäischen Kommission möglich.

Kontakt

Porträtfoto Julian Schorpp
Julian Schorpp Referatsleiter Europäische Energie- und Klimapolitik