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EU-Kommission stellt neue Cyber-Abwehr-Strategie vor

Unternehmen sollen von vertrauenswürdigen digitalen Technologien profitieren
Vor einem geöffneten Laptop erscheinen verschiedene Symbole

Die neue Strategie soll einen offenen, sicheren und geschützten Cyberraum gewährleisten

© metamorworks / iStock / Getty Images Plus

Die EU-Kommission hat am 10. November ihren Vorschlag über eine neue Cyber-Abwehr-Strategie veröffentlicht. Dieser wurde im Rahmen der Cyberstrategie aus dem Jahr 2020 entwickelt und nun angesichts der erhöhten Hacking-Attacken und des rapiden ansteigenden Risikos von Angriffen auf sensible Infra- und Datenstrukturen vorangetrieben.

Im Fokus des Vorschlags stehen zum einen die Aufrüstung nationaler Behörden und Ämter für Cybersicherheit mit zeitgerechterer Technik und höheren finanziellen Mitteln, zum anderen der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und dem EU-Ausland sowie mit Organisationen wie der NATO. Auch geplant ist die Schaffung von gemeinsamen Plattformen und Forschungsprogrammen im Cyberabwehrbereich sowie die Durchführung von Verteidigungsoperationen und -übungen durch die Mitgliedstaaten und EU-Stellen wie der European Defense Agency (EDA).

Der Ausbau nationaler Stellen steht im Vordergrund, jedoch wird auch auf private Unternehmen Bezug genommen: Die Koordination und Kooperation zwischen militärischen und zivilen Cybersicherheitsakteuren soll vertieft werden. Unternehmen, die Dienste und Produkte im Cybersicherheitsbereich anbieten, sollen vermehrt mit nationalen Cybersicherheitsinstitutionen zusammenarbeiten und Daten und Erkenntnisse austauschen. Um dies zu ermöglichen, verfolgt die EU-Kommission eine Verbesserung von Standardisierungs- und Zertifizierungsverfahren.

Laut Einschätzungen der EU-Kommission könnten Unternehmen in Europa von einem verbesserten Schutzniveau und einer höheren Verteidigungsfähigkeit profitieren. Die Mehrheit der Cybersicherheitsunternehmen in der EU sind laut EU-Kommission kleine und mittlere Unternehmen. Diese gelte es in ihrer Entwicklung zu unterstützen und Partnerschaften zwischen privaten und öffentlichen Akteuren aufzubauen, um die Cybersicherheit und das Abwehrpotenzial hinsichtlich bestehender Gefahren zu verbessern.

Kontakt

Porträtfoto Steffen von Eicke
Steffen von Eicke Referatsleiter Digitaler Binnenmarkt, Regionale Wirtschaftspolitik, EU-Verkehrspolitik