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EU-Kommission stellt neue Innovationsagenda vor

Fokus auf Deep-Tech-Innovationen und Start-ups
Innovation: Mann überprüft Werkzeugmaschine

Neue EU-Innovationsagenda soll Europas Forschungs- und Innovationspotenzial mobilisieren

© Westend61 / Westend61 / Getty Images

Die EU-Kommission hat am 5. Juli eine neue Europäische Innovationsagenda vorgestellt. Sie soll Europa an der Spitze von technologieintensiven Innovationen und Start-up-Unternehmen positionieren.

Die Innovationsagenda konzentriert sich auf fünf Schlüsselbereiche und enthält 25 konkrete Handlungsvorschläge. Sie setzt vor allem einen Fokus auf europäische Start-ups und Scale-ups:

  • Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln für europäische Start-ups und Scale-ups, beispielsweise durch Mobilisierung ungenutzter privater Kapitalquellen und Vereinfachung der Börsenzulassungsvorschriften.
  • Verbesserung der Bedingungen, die es Innovatoren ermöglichen, mit neuen Ideen zu experimentieren, beispielsweise durch Reallabore.
  • Schaffung von "regional innovation valleys" unterstützen, die die Innovationsakteure in ganz Europa, auch in den rückständigen Regionen, stärken und besser vernetzen sollen.
  • Talente in Europa anziehen und halten, beispielsweise durch die Ausbildung von einer Million "Deep Tech"-Talenten, die verstärkte Unterstützung für weibliche Innovatorinnen und die Einführung von Aktienoptionen für Mitarbeiter von Start-ups.
  • Den politischen Rahmen durch eine klarere Terminologie, Indikatoren und Datensätze sowie durch politische Unterstützung für die Mitgliedstaaten verbessern.

Der Ukraine-Krieg, wachsende geopolitische Spannungen, aber auch der Fachkräftemangel verstärken die Zweifel an der Zuverlässigkeit der derzeitigen Wertschöpfungsketten. Daraus ergibt sich, dass der Stellenwert von Innovationen noch zunehmen wird, damit Deutschland und Europa wettbewerbsfähige Wirtschaftsstandorte bleiben und kein Wohlstandsverlust droht. Daher ist es wichtig, dass sich die EU-Kommission mit der Stärkung der europäischen Innovation befasst.

Die deutschen Unternehmen unterstützen insbesondere das Ziel der EU-Kommission, mehr Experimentierräume zu schaffen. Vor allem der für die erste Hälfte des Jahres 2023 angekündigte Leitfaden, um die relevanten Anwendungsfälle von Reallaboren, Test-Beds und Living Labs zu klären, kann politische Entscheidungsträger und Unternehmen bei ihrem Ansatz für Experimente in der EU unterstützen.

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Christopher Gosau Referatsleiter Europäische Wirtschaftspolitik

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Christian Gollnick Referatsleiter Innovationspolitik