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EU-Kommission stimmt Gründung einer Industrieallianz für Solarenergie zu

Kapazität der europäischen Solarindustrie soll massiv ausgebaut werden
Solarpark in der aufgehenden Sonne mit blauschimmernden Panelen

Europa will seine heimische Solarindustrie stärken

© OsakaWayne Studios / Moment / Getty Images

Am 11. Oktober stimmte die EU-Kommission der Bildung einer Photovoltaik-Allianz zu. Die Allianz soll Industrie, Wissenschaft, Verbraucherverbände, Mitgliedstaaten und EU-Kommission zusammenbringen, um die Kapazität der europäischen Solarindustrie massiv auszubauen.

Damit will die Kommission zum Gelingen der EU-Solarenergiestrategie beitragen, die im Mai 2022 vorgestellt wurde. Das übergeordnete Ziel dieser Strategie ist, bis 2030 die Solarenergiekapazitäten in der EU um 600 Gigawatt zu erweitern. Ab November 2022 sollen Unternehmen der Allianz beitreten können.

Die Allianz soll sich zu Themen wie Forschung und Innovation, Technologie, industriellen Versorgungsketten, Rohstoffen, Zugang zu Finanzmitteln, Abnehmern, internationalen Partnerschaften und globaler Belastbarkeit der Versorgungsketten, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und Qualifikationen austauschen. In den vergangenen Jahren war die Bildung von Allianzen häufig die Vorstufe für die Schaffung sogenannter "Wichtiger Projekte von gemeinsamem europäischem Interesse (IPCEI)", welche es ermöglichen, den Aufbau strategisch wichtiger Wertschöpfungsketten mit staatlichen Fördermitteln in Milliardenhöhe zu unterstützen.

Die EU-Kommission will mit Gründung der Industrieallianz für die Solarindustrie den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben und einen Beitrag zur Energieversorgungssicherheit leisten. Gleichzeitig soll mit dem Aufbau der Wertschöpfungskette für Photovoltaik in der EU die Abhängigkeit vom Ausland reduziert werden. Gegenwärtig kommen Photovoltaikanlagen überwiegend aus Asien.

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Porträtfoto Christopher Gosau
Christopher Gosau Referatsleiter Europäische Wirtschaftspolitik