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EU-Parlament gibt Weg frei für einheitliches Ladegerät

Auf betroffene Unternehmen kommen potenzielle Anpassungen zu
Eine Hand hält verschiedene Ladekabel

Die neue EU-Richtlinie setzt dem Kabelsalat ab 2024 ein Ende

© Neurone89 / iStock / Getty Images Plus

Am 4. Oktober hat das Europäische Parlament neuen Vorschriften hinsichtlich der einheitlichen Gestaltung von Ladegeräten für bestimmte Produkte zugestimmt.

Demnach müssen Hersteller ihre betroffenen Endgeräte bis Ende 2024 mit einem einheitlichen USB-C-Ladeanschluss ausstatten. Ziele der neuen Vorgaben in der EU sind die Förderung der Nachhaltigkeit und die Verringerung der Umweltbelastung.  

Die bevorstehende Richtlinie sieht vor, dass alle tragbaren elektronischen Geräte, die in der EU verkauft werden und mit einem Kabel aufgeladen werden können, bis spätestens Ende 2024 mit einem einheitlichen USB-C-Ladeanschluss ausgestattet werden müssen. Dazu zählen unter anderem Mobiltelefone, Tablets oder Digitalkameras. Größere Geräte wie Laptops werden demnach erst ab dem Frühjahr 2026 in den Anwendungsbereich mit einbezogen.

Ebenfalls soll mit der Richtlinie der Verkauf von elektronischen Geräten und Ladezubehör entkoppelt werden. Darüber hinaus sieht die geplante Richtlinie spezielle Etiketten mit Informationen über Ladeeigenschaften der betroffenen Geräte vor. Die neuen Vorgaben reihen sich in das Ziel der EU ein, die Menge an Elektronikabfällen zu reduzieren.

Im nächsten Schritt muss nun der Rat die Richtlinie formell billigen, ehe diese im Amtsblatt der EU veröffentlicht werden kann. Die Richtlinie bedarf im Anschluss – unter Übergangsfrist – der nationalen Umsetzung.

Kontakt

Moritz Hundhausen
Moritz Hundhausen Referatsleiter Europäische Umwelt- und Rohstoffpolitik